Text-Bild-Ansicht Band 44

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sie muß jedoch während dieses Zurükweichens wegen der beiden Verbindungsstüke und wegen der beiden parallelen Stäbe den Parallelismus mit ihrer ersten Stellung behalten. Die Gelenkstüke drehen sich dabei um ihre Mittelpunkte bis sie einen solchen Winkel gegen die senkrechte Stellung erreicht haben, daß dadurch das Gleichgewicht zwischen dem Druke des Windes auf die Fläche und dem Gewichte des unteren Stabes mit seinen Anhängseln, der nun von den Gelenkstüken in schiefer Richtung gehalten wird, hergestellt ist. Der Winkel, um welchen die Gelenkstüke von der senkrechten Linie abweichen, muß an einem Kreisbogen, welcher an dem festgestellten Stabe angebracht ist, gemessen werden. Da der untere Stab, die Fläche und die Gelenkstüke sämmtlich so leicht gemacht werden müssen, als es sich mit der gehörigen Stärke derselben verträgt, und da ferner deren gemeinschaftlicher Schwerpunkt durch ein Gegengewicht vielleicht in die Linie gebracht werden kann, welche die oberen Mittelpunkte der Gelenkstüke mit einander verbindet, so ergibt sich, daß das leiseste Lüftchen die beiden Stäbe ganz oder zum Theil zusammenbringen wird. Man muß daher mehrere Gewichte haben, und von diesen nach der Stärke des Windes eines oder mehrere an den unteren Stab hängen, so daß dadurch das Gleichgewicht mit den Gelenkstüken bei einem Winkel, den sie mit ihrer senkrechten Stellung machen, und der nicht über 45° beträgt, hergestellt wird.

Da nun das Gewicht, die Größe der Fläche und auch der Winkel, durch den die Gelenkstüke gegangen, bekannt sind, so ist es leicht aus diesen Daten die Kraft, die auf die Fläche eingewirkt hat, und aus dieser mittelst der Tabellen, die das Verhältniß zwischen der Schnelligkeit und der Kraft angeben, die Schnelligkeit des Windes zu berechnen.

Ich hoffe, daß meine Idee auch ohne beigefügte Zeichnung für Jedermann hinlänglich deutlich seyn wird. Ich will mein Instrument nicht mit den übrigen Anemometern vergleichen, sondern nur bemerken, daß eine aufgehängte Kugel, da sie dem Winde immer eine gleiche und ähnliche Fläche darbietet, ein sehr einfaches Anemometer bildet, welches, wenn man ihm so, wie ich es that, ein Gegengewicht gibt, bis zu jedem Grade empfindlich gemacht werden kann. Allein ich glaube, daß ein solches Anemometer mehreren Einwürfen ausgesezt ist, die bei meinem Instrumente wegfallen.