Text-Bild-Ansicht Band 44

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Eine ähnliche Einrichtung schlägt der Patent-Träger auch für die Spille vor, in welchem Falle jedoch deren Räder horizontal gestellt werden müßten. Zwei horizontale Räder von gleichem Durchmesser, die sich an feststehenden Achsen drehen, führen eine endlose Kette, welche, so wie die oben beschriebene, aus Ringen und Gliedern besteht. Diese Ringe fassen, so wie sie um die Räder gehen, die Spizen und Ausschnitte, welche sich im Inneren eines gezähnten, an dem unteren Theile der Spillentrommel befestigten Ringes befinden. Wirkt nun die Kraft eines Menschen auf eines der beschriebenen Räder, so wird die Kette die Trommel der Spille mit vermehrter Kraft, aber mit einer verminderten Schnelligkeit herumziehen. Es braucht wohl nicht bemerkt zu werden, daß wenn eine Spille oder Schiffswinde bloß die gewöhnliche Kraft ausüben soll, die Handspeichen des Seemannes unmittelbar an dem Kopfe der Spille oder der Trommel der Schiffswinde angebracht werden müssen, und daß dann die Wirkung der Maschine eben so seyn würde, als wenn die Vorrichtung des Patent-Trägers nicht damit verbunden wäre.

XXXIV. Composition oder Verbindung von Materialien zum Beschlagen und Ueberstreichen des Bodens der Schiffe, und zu anderen Zweken, auf welche sich Baron Carl Wetterstedt von Whitechapel Road, Middlesex am 6. Julius 1831 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Februar 1832, S. 11.

Die Platten zum Beschlagen der Schiffe, auf die sich Hr. Baron Wetterstedt ein Patent geben ließ, bestehen aus einer Legirung von 3–10 Theilen Spießglanz auf 100 Theile Blei. Eine geringere Menge Spießglanz macht die Platten zu weich, eine größere Menge hingegen macht dieselben zu brüchig. Beide Metalle werden durch Schmelzen mit einander vereinigt, und dann in Platten von 8 1/2 Zoll auf 16 Zoll, und von 1/2 Zoll Dike gegossen. Diese Platten werden hierauf auf einem Strekwerke zu Platten von 16 Zoll auf 34 Zoll ausgewalzt, die nun in Platten von 16 Zoll auf 17 Zoll geschnitten, und mit einem Amalgam abgerieben. Dieses Amalgam besteht aus gleichen Theilen Blei und Zink, die man zusammenschmilzt und nach dem Schmelzen auf 400° F. abkühlen läßt, wo man dann unter beständigem Umrühren so viel Queksilber zusezt, daß die Mischung nach dem Erkalten die Honig-Consistenz erhält. Die mit Amalgam überzogenen Platten kommen neuerdings auf das Strekwerk, und werden in eines Richtung, die mit dem ersten Streken