Text-Bild-Ansicht Band 43

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Die Thüre zum Aschenherd wird ebenfalls luftdicht verschlossen. Durch eine aufmerksame Betrachtung der Figuren wird die Gestalt und die Bauart des Ofens deutlich.

Den Apparat zum Füllen des Kessels mit Wasser zeigt Fig. 2, zur linken Hand; daselbst ist I das erweiterte Ende der Speisungsröhre, welche genau ausgebohrt ist. J ist ein Cylinder, in welchem der Länge nach 4 Löcher gebohrt sind, wie man im Grundrisse Fig. 3 sieht. Zwei von diesen Löchern sind bei aa, Fig. 2, ersichtlich, deren eines mit dem unteren Ende der Dampfröhre b, das andere mit der Wasserröhre c übereintrifft. Eine Scheibe von Metall, mit einem Loche bei d durchbohrt, ist durch Liederung an ihrem Rande dicht gemacht, und wird durch die Spiralfeder e gegen das Ende des Cylinders s angedrükt. Die Enden des Cylinders J müssen an den Dekel K und an die Scheibe d genau anschließen.

Diesem Cylinder J wird mittelst der Achse L eine umdrehende Bewegung gegeben, welche gleichförmig oder unterbrochen seyn kann, doch ist die leztere vorzuziehen. Die Wirkung geschieht nun auf folgende Art:

Wie der Cylinder J sich umdreht, werden die Löcher a nach einander und abwechselungsweise unter die Wasserröhre c, und die Dampfröhre b gebracht. So lange sie unter der Wasserröhre c sich befinden, dringt das Wasser (welches höher als der Cylinder J steht) abwärts durch das Loch a, und wird mit diesem herumgetrieben, bis es mit dem Loche d in der Scheibe zusammentrifft, und zugleich mit der Dampfröhre b über derselben. Das Wasser wird so lange nieder einfließen, bis es sich mit dem Wasser im Kessel ins Niveau gesezt hat, und der Raum wird sodann von Dampf eingenommen werden, welcher eben so herumgetrieben wird, bis er unter die Mündung der Wasserröhre c kommt, wo er sich sogleich verdichtet, und der Raum wieder mit Wasser gefüllt wird. Man sieht, daß auf diese Art die Wassermenge, welche bei jeder Umdrehung des Cylinders J eindringt, durch die Höhe des Wassers im Kessel genau regulirt wird, und daß ein Schwimmer im Kessel zu diesem Behufe entbehrlich wird.

Fig. 1 stellt den Ofen A, A, A, wie wir bereits beschrieben haben, in Verbindung mit dem Kessel, Dampfbehälter u.s.w. perspectivisch dar. Der eigentliche Kessel besteht, wie man in dieser Figur, zum Theil im Durchschnitte, sieht, aus vier cylindrischen Röhren B, C, D, E, deren eine in der anderen stekt, so, daß die Zwischenräume zwischen den Röhren B und C, und zwischen den Röhren D und E mit Wasser gefüllt sind, und das Rohr B, und die Räume zwischen den Röhren E und F die Feuerzüge bilden, durch welche die