Text-Bild-Ansicht Band 43

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wie Hr. Clark behauptet, immer ein gleichartiges und mit der nach anderen Methoden bereiteten Blausäure vergleichbares Arzneimittel erhält? Hr. Clark sezt dem Cyankalium genau so viel Weinsteinsäure zu, als nöthig ist, um mit dem Kali zweifach-weinsteinsaures Kali zu bilden; bekanntlich sind aber die Zersezungen, welche in der Kälte vorgenommen werden, niemals vollständig; es ist dazu mit äußerst wenigen Ausnahmen ein Ueberschuß des fällenden Körpers nöthig, wenn der Niederschlag nicht vollkommen unauflöslich ist. Höchst wahrscheinlich bleibt also ein Theil des Cyankaliums in der Flüssigkeit unzersezt, daher leztere nebst dem Weinstein, den sie auflösen kann, auch noch Weinsteinsäure erhalten wird. Außer der Blausäure werden also noch drei Körper darin enthalten seyn, wodurch ihre Eigenschaften nothwendig abgeändert werden müssen. Abgesehen hievon, kann die Blausäure des Hrn. Clark schon deßwegen nicht rein seyn, weil er zur Bereitung derselben kein reines Cyankalium anwendet; er zersezt nämlich um dasselbe zu erhalten, Eisencyankalium durch die Hize, nimmt den Rükstand in Wasser auf, filtrirt, dampft ab, läßt die Flüssigkeit gut krystallisiren, troknet das erhaltene Salz bei gelinder Wärme und bewahrt es in verschlossenen Flaschen auf; wer weiß nun aber nicht, daß das Cyankalium in Berührung mit Wasser sich sehr schnell verändert und zum Theil in einfach-kohlensaures Kali verwandelt? Das Cyanür des Hrn. Clark wird also mit mehr oder weniger kohlensaurem Alkali gemengt seyn, so daß die anzuwendende Dosis nicht genau bestimmt werden kann. Aus allen diesen Gründen glaube ich, daß die Methode des Hrn. Clark den gewöhnlichen Verfahrungsweisen nicht vorzuziehen ist.

Man könnte glauben, daß ich hiemit das Interesse der Fabrikanten in Schuz nehme, welchen Hr. Clark den Verkauf der Blausäure entziehen wollte; man wird sich aber leicht von dem Gegentheil überzeugen, wenn man bedenkt, daß nicht die Bereitung dieser Säure, sondern im Gegentheil diejenige des Cyankaliums Schwierigkeiten darbietet, indem leztere viel Zeit erfordert; der Apotheker, welcher die Blausäure nach dieser neuen Methode bereitet, wird also das Cyankalium kaufen, was für den Fabrikanten wieder auf dasselbe hinauskommt.

Seitdem man weiß, daß das Cyaneisenkalium sich in der Hize in Cyankalium umändert, bediene ich mich dieses lezteren Productes zur Bereitung der Blausäure, was vielen meiner Herren Collegen bekannt ist; um aber von der Reinheit und Stärke meiner Blausäure versichert zu seyn, suche ich das Cyankalium von der Kohle und dem Eisen, die ihm beigemengt sind, nicht im Voraus zu trennen. Ich bewahre es in dem Zustande, wie ich es durch Erhizen erhalte, auf