Text-Bild-Ansicht Band 16

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192) könnte diese Vorrichtung mit vielem Vortheile verwendet werden; denn außerdem, daß sie den Sträflingen etc. Beschäftigung gibt, gibt sie zugleich auch Ertrag.

CV. Das hydrostatische Gebläse als Löthrohr. Von Hrn. J. A. Uthe, in Dresden.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Herr Cuthbert hat, so wie ich, die große Unvollkommenheit des bis jezt angewendeten hydrostatischen Blase- oder Löthrohrs gefühlt und abzuhelfen gesucht, und die Mittheilung seines verbesserten Löthrohres193) veranlaßt mich, auch meine Struktur mitzutheilen, welche ich schon vor mehreren Jahren entwarf und ausführte; indem ich nun der Meinung bin, daß diese Struktur vor jener des Hrn. Cuthbert noch einige wesentliche Vortheile gewährt, so nehme ich mit der Bekanntmachung um so weniger Anstand; und in der Voraussezung, daß diese Vortheile durch die Vergleichung beider Strukturen, sich von selbst ergeben, übergehe ich diesen Punkt.

Damit die Abnahme der Stärke bei diesem Gebläse während der Arbeit, nicht so auffallend abnehme, so ist es nöthig die Wassergefäße, a und b, Fig. 31, so niedrig als möglich zu machen, indem die Abweichung von der Gleichheit dieser Gebläse gleich ist, der Wasserhöhe in beiden Gefäßen; ich rathe daher diese, nie höher, als 3'' zu machen, dagegen aber die Durchmesser so groß wie möglich.

192)

Salz zu sieden, auf der ihm anvertrauten Saline jährlich an 4000 Klafter Holz Ersparung auswies. Private, in deren Häusern ohne dieß täglich ein starkes Feuer unterhalten werden muß, Brauer, Bäker, Branntweinbrenner etc. können indessen von dieser Vorrichtung Vortheil ziehen. Wir haben in Baiern, auch wenn man bei uns durchaus nicht will, daß Fabriken gedeihen sollen, doch sehr nöthig jedes Pfund Holz zu sparen, wenn wir, bei der Unwirthschaftlichkeit, mit welcher wir dasselbe in unseren Kachelöfen verschwenden, nicht bald die lezte Quelle eines activen Ausfuhr-Handels, Holz, und damit auch den lezten Häller, den wir noch aus dem Auslande beziehen dürfen, verlieren sollen. A. d. Ueb.

193)

Polyt. Journal Bd. XIV. S. 289. D.