Text-Bild-Ansicht Band 16

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So wie ich nun bei den verschiedenartigen Arbeiten das Bedürfniß eines möglichst hohen, und zuweilen eines niedrigen Druks fühlte, so suchte ich diesen meinen Wunsch dadurch zu erreichen, daß ich das obere Wassergefäß beweglich machte, und dadurch gewann ich den Vortheil, daß ich eine willkührliche Stärke von 2 1/2 bis 4 1/2 Wasserhöhe, und zwischen diesen Gränzen (nach der Orgelbauersprache) jeden beliebigen Windgrad, ohne alle Umstände, mir erzeugen konnte. Die Struktur, welche ich angewendet, ist aus der beigefügten Zeichnung zu ersehen: die 3 Füße, f, welche an den Boden des oberen Gefäßes angeschraubt sind, bewegen sich in den Scheiden, g, auf und nieder; und durch die Schrauben, h, wird das Gefäß, a, in der gewünschten Höhe festgestellt. Die Röhren, als o, welche das Wasser herab, und d, welche die Luft oben heraus leitet, bewegen sich ebenfalls in Scheiden, welche aber luftdicht eingeschliffen seyn müssen: sehr leicht erreicht man hier seinen Zwek, wenn man zu diesen Röhren Posaunenzüge anwendet; wer indeß in diesem Punkte noch Schwierigleiten finden sollte, der kann an den oberen Enden der Scheiden, Stopfbüchsen anbringen. Die Füße, f, können sich dagegen willig in ihren Scheiden bewegen; und diese erhält man sehr bequem, wenn man Gewehrläufte dazu verwendet.

Das von Cuthbert vorgeschlagene Einbringen der Luft durch den Mund, ist erstens für eine schwache Brust sehr beschwerlich, und oft sogar unmöglich; und zweitens, wird nun von den Lungen der Sauerstoff der eingeathmeten tust absorbirt, und dagegen Kohlenoxid ausgehaucht, welches in das Gebläse eingebracht, die Wirkung der Flamme sehr beeinträchtigen muß. Ich habe mich zu diesen Behuf eines kleinen pneumatischen Gebläses bedient, welches dem Gesameter, den ich im Jahre 1815 für einen transportablen Gasbeleuchtungsapparat konstruirte, ganz ähnlich ist. Fig. 33, stellt diese kleine Maschine in senkrechtem Durchschnitte, und k, in Fig. 32, im Grundrisse dar. Die sämmtlichen Glieder sind von Gußeisen so schwach als möglich gegossen, oder auch von Eisenblech angefertigt, und bestehen, erstens: aus einem Cylinder, o, welcher oben einen Boden, unten aber nur einen Kranz nach auswendig hat; ferner aus einen zweiten Cylinder, p, welcher an beiden Enden offen, und unten