Text-Bild-Ansicht Band 13

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der Sublimation Statt hat. Zehn Gran niedergeschlagenen Indigs gaben, in dem beschriebenen Apparate.

1,88 Gran sublimirten Indig.
6,44 Gran blieben als Asche zurük, folglich verflüchtigten sich
1,68 Gran und entwiechen.
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10,00.

Dreizehn Gran desselben Indig, eine Viertel Stunde lang in einem stark roth glühenden kleinen Platinna-Tiegel, der fest, jedoch nicht genau, geschlossen war, gehizt, ließen 7,9 Asche (cinder) zurük, was 61 per Cent gibt.

Um zu sehen, welche Gase sich während dieser Zerstörung des Indigs entwikelten, brachte ich 5,28 Gran davon in eine kleine mit einer Queksilber-Wanne verbundene gläserne Röhre. Nach Anwendung der Hize einer Weingeist-Lampe bildete sich Indig-Dampf, der sich in dem kälteren Theile der Röhre verdichtete, zulezt aber durch wiederholte Anwendung der Hize zerstört wurde. Es kam eine gewisse Menge Wassers in der Röhre zum Vorscheine, und in dem Recipienten fanden sich 0,96. Als man die Röhre abnahm, fand man, daß sie 0,71 Gran an Gewicht, oder 13,5 Percent des angewendeten Indigs verloren hatte. Das Wasser, welches sich gebildet hatte, hatte einen unangenehmen, brennzeligen Ammonium-Geruch. Bei der Analyse des Gases in dem Recipienten fand ich (die atmosphärische Luft in dem Apparate und eine geringe Menge Gas, die in der Röhre zurükblieb, mit in Anschlag gebracht), daß es, bei 100 Theilen Indig, aus

2,8 Kohlensäure,
0,8 gekohlstofftem Wasserstoffgase und Kohlenstoffoxide,
1,9 Stikstoffe bestand.
8,0 der Unterschied zwischen der Summe obiger Bestandtheile und dem Verluste, = 13,5, war Wasser mit etwas Ammonium.
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13,5.

Sublimirter Indig.

Der Indigo sublimirt sich in langen platten Nadeln, welche, wenn man sie stößt, sich leicht in vierseitige Prismen spalten.

Wenn man sie unter einem bestimmten Winkel ansieht,