Text-Bild-Ansicht Band 13

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und endlich mit etwas metallischen Kupfer, welches aus seiner schwefelsauren Auflösung durch eine Zinkplatte niedergeschlagen wurde, und in einem geschlossenen Gefäße geglüht. Zulezt fülle ich den noch übrigen Raum, (ungefähr ein paar Zoll) mit einem Stük-Glasröhre aus, das an beiden Enden geschlossen ist, und so ziemlich in die andere Röhre paßt. Dadurch werden die Materialien an ihrer Stelle erhalten, und die Menge der in dem Apparate enthaltenen atmosphärischen Luft wird soviel als möglich vermindert. Hierauf wird die Röhre mit drei Wein-Geist-Lampen erhizt, wovon zwei das metallische Kupfer und das reine Peroxid in Rothglüh-Hize erhalten, während die dritte allmählich jenen Theil der Röhre durchdringt, welcher den Indig enthält.

Als ich diese Versuche anfing, brauchte ich die gewöhnliche Vorsicht, das Kupfer-Peroxid unmittelbar vor dem Gebrauche zur Rothglüh-Hize zu bringen. Ich fand indessen bald, daß, bevor ich mit dem Abreiben des Pflanzenstoffes mit demselben fertig werden, und die Mischung in die Glasröhre eintragen konnte, es eine Menge Wassers aus der Luft angezogen hatte, welche nach dem verschiedenen hygrometrischen Zustande der Atmosphäre, und der Länge der Dauer der Arbeit verschieden war. Es fiel mir dann ein, daß aller aus dieser Quelle entstehenden Täuschung dadurch abgeholfen werden kann, daß ich dem Peroxide gestatte sich mit Feuchtigkeit zu sättigen, indem ich dasselbe der Luft frei ausgesezt lasse, und bei jeder Analyse (wenigstens wenn der Zustand der Atmosphäre sich änderte), 150 Gran davon in einem kleinen Platinna-Tiegel, der gerade so viel faßt, eindrüke, in einem anderen Tiegel bis zur dunklen Rothglüh-Hize glühe, und den Verlust an Gewicht, ohne Abnahme des Dekels, bestimme.36)

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Berzelius hat die augenblikliche Anziehung des Wassers durch Kupfer-Peroxid (Annal. d. Chim. 17. 27) erwiesen, gegen die durch Vernachlässigung derselben entstehende Täuschung gewarnt; und Hr. de Saussure schrieb eine Anmerkung zu seiner Analyse des Schwein-Spekes (Annal d. Chim. 11. 395), die von allen Analysen gilt, bei welchen Kupfer-Peroxid angewendet wird. „Seine Resultate“ (jene des Hrn. Berard, sagt er) „so wie eine Menge anderer auf diese