Text-Bild-Ansicht Band 13

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Eine sehr leichte und einfache Methode den Betrag derselben mit Genauigkeit zu bestimmen, ist diese, daß man die Analyse irgend eines Pflanzenstoffes, z.B., des Zukers, der keinen Stikstoff enthält, in demselben Apparate und in derselben Menge von Materialien vornimmt. Hier geht nichts als Kohlensäure in den Recipienten über, und mit dieser die ganze Menge der in dem Apparate enthaltenen Luft. Wenn erstere von Pottasche verschlungen wird, so läßt sie eine Menge atmosphärischer Luft zurük, die genau derjenigen bei dem anzustellenden Versuche mit dem Indigo gleich ist; die Differenz zwischen dieser und dem ganzen Rükstande des aus dem Indigo enthaltenen Gases ist demnach Stikstoff. Ich fand auf diese Weise, daß der Apparat, dessen ich mich bediente, 0,26 Cubic-Zoll atmosphärische Luft enthielt, welche, abgezogen von dem gesammten Rükstande, nachdem die Pottasche das kohlensaure Gas verschlungen hatte, nämlich von 0,64,0,38 Cubiczoll, oder 0,1126 Gran Stikstoff, als die Menge die davon in Einem Grane Indigo enthalten ist, zurükließ. Diese Methode, so wie jene, die Menge des in dem Kupfer-Peroxide enthaltenen Wassers zu schäzen, habe ich dem Dr. Ure mitgetheilt, als ich ihm das Daseyn des Wasserstoffes im Indigo bekannt machte.

Die 5,82 Cubiczoll kohlensaures Gas + 0,08, welche, wie Ich fand, in dem Apparate zurükgeblieben waren, sind = 5,9 und dieß gibt, den Wasserdunst mit in Anschlag gebracht,

Textabbildung Bd. 13, S. 93

Cubiczoll trokenes kohlensaures Gas, welches aus 0,7322 Gran Kohlenstoff und 1,952 Gran Sauer-Stoff besteht. Allein, 2,06 Gran Sauerstoff wurden von dem Kupfer-Peroxide genommen, was 0,103 Gran mehr ist, als zur Verbrennung des Kohlenstoffes nöthig war. Dieß zeigt nun 0,0135 Gran freien Wasserstoff37)

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Die Resultate zweier zu verschiedenen Zeiten sorgfältig mit Hutzuker genau auf dieselbe Weist, wie mit dem Indigo, angestellter Versuche leisteten mir, hinsichtlich auf die Genauigkeit dieses Theiles des Versuches, vollkommen Genüge. Obschon die Mengen Kohlenstoffes in diesen beiden Versuchen nicht vollkommen dieselben waren, war doch der Gewichtsverlust, den das Kupfer-Peroxid erlitt, nach Abzug des in