Text-Bild-Ansicht Band 13

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verwandelt. Dieses gelbe Product ist im Wasser nicht sehr auflöslich, und sezt man irgend einen anderen Körper, der derselben Sauerstoff mittheilen kann, derselben zu, wie ein Kupfersalz, so wird sie wieder blau.

Wenn man Hize auf die blaue Substanz einwirken läßt, so schmilzt sie nicht; sie gibt keine purpurfarbenen Dampfe, und, da sie durch den salzigen Stoff geschüzt wird, so wird eine lang angewendete, starke Hize nothwendig, um sie in Asche zu verwandeln.

Wenn man leuchtende Gegenstände, wie die Sonne oder den Mond, oder die Flamme einer Kerze, durch die blaue Auflösung dieser Substanz ansieht, und diese den gehörigen Grad von Sättigung der Farbe besizt, so erscheinen sie sehr schön und reich scharlachroth. Es verdient bemerkt zu werden, daß, wenn man nur einen einzigen Tropfen salpetersaures oder schwefelsaures Kupfer in eine bestimmte Menge dieser Auflösung fallen läßt, diese Gegenstände, wenn man sie durch dieselbe ansieht, blau erscheinen, obschon das Aussehen der Flüssigkeit im Allgemeinen nicht im Mindesten dadurch verändert wurde. Zink bringt dieselbe Wirkung, obschon nicht so kräftig, hervor. Jede Säure stellt in diesen Mischungen die Eigenschaft, leuchte de Körper roch durchscheinen zu lassen, wieder her, außer wann viel Kupfer zugesezt wurde, wodurch die Flüssigkeit selbst grün wird.

Sir Davy40) war der Erste, welcher entdekte, daß ein Pflanzenstoff die Eigenschaft besizt in Verbindung mit gewissen Neutral-Salzen sich zu fällen, die an und für sich im Wasser auflösbar sind. Kohlensäure Pottasche und Soda und kohlensaures Ammonium und Zinn- und Eisen-Chlorid gehören unter diejenigen Substanzen, welche dieser Naturforscher unzersezt in Verbindung mit Gärberstoff in den durch diese Salze in einem Aufgusse von Galläpfeln gebildeten Niederschlägen gefunden hat. Es scheint, daß Cärulin eine ähnliche Rolle spielt, wenigstens mit den schwefelsauren Salzen. Ich weiß indessen nicht, daß irgend ein Chemiker bisher irgend eine Substanz beschrieben hätte,

40)

On astringent Vegetables. Phil. Trans. 1803.