Text-Bild-Ansicht Band 13

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Alkohol verändert die Wirkung der Schwefelsäure auf dem Indigo auf eine merkwürdige Weise. Eine Mischung von drei Theilen Alkohol von 0,84 specif. Schwere und zwei Theilen Säure löst den Indigo auf, ohne denselben gelb zu färben, und die Auflösung kann selbst durch starkes Papier filtrirt werden. Wahrscheinlich kann man noch eine größere Menge reinen Alkohols anwenden. Wenn man Wasser zugießt, so fällt der Indigo unverändert nieder; und wenn man gemeinen Indig angewendet hat, so schlagt sich auch Harz damit zu Boden. In dieser Mischung kann der Indig eine unbestimmte Zeit über aufgelöst bleiben, ohne sich in Phönicin zu verwandeln. Auch einer Auflösung des Phönicin in Schwefelsäure kann man Alkohol zusezen, ohne daß ein Niederschlag sich bildet, und die Säure wird dadurch unfähig gemacht, dasselbe in Cärulin zu verwandeln.

XVII. Heizung der Wohnungen, öffentlicher Gebäude, Fabriken u.s.w. mittelst erwärmter Luft; nebst Vorschlägen zur weiteren Benüzung derselben.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Eine bessere Heizung mit warmer Luft verdanken wir dem verdienstvollen Hrn. P. I. Meißner, Professor der technischen Chemie am k. k. polytechnischen Institute in Wien. Von ihm erschien 1821 eine Schrift über diesen Gegenstand, wovon Ende des vorigen Jahres eine zweite Auflage erschienen ist. Sie führt den Titel:

„Die Heizung mit erwärmter Luft durch eine neue Erfindung anwendbar gemacht, und als das wohlfeilste, bequemste, der Gesundheit zuträglichste, und zugleich die Feuersgefahr am meisten entfernend Mittel zur Erwärmung größerer oder mehrerer Räume, als: der öffentlichen Gebäude, der Herrschafts-Wohnungen, Fabriken etc. Mit 20 Kupfertafeln. Wien bei Gerold. 1823.“