Text-Bild-Ansicht Band 13

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Foundling-Hospital, London) brütet gegenwärtig Hühnchen mittelst Dampfes ziemlich im Großen aus: 1500 aus ein Mahl. Die Beschreibung seines Verfahrens im London Journal of Arts Januar, 1824 S. 44 ist zu unvollständig, als daß wir sie unseren Lesern mittheilen könnten, welche von Hrn. Barlow selbst sich mögen hierüber unterrichten lassen, wo sie dieser, allerdings wichtige Gegenstand interessirt: vorausgesezt, daß er nicht wie die Eier-Brüter oder Hühner-Fabrikanten in Aegypten sein Verfahren geheim hält.

v. Reichenbach's Wassermaschine zu Augsburg.

Hr. Gill hat im Januarhefte 1824 seines technical Repository die v. Reichenbach'sche Maschine aus unserem polytechnischen Journal Bd. 7. S. 257 aufgenommen, und wird die Fortsezung der Beschreibung und Abbildung derselben in den folgenden Heften nachliefern. Wenn Hr. Gill aber seine Notiz über Hrn. Ritter v. Reichenbach mit der Bemerkung schließt: „wir hören, daß dieser berühmte mechanische und astronomische Instrumentenmacher gegenwärtig von dem Kaiser von Oesterreich zur Oberaufsicht über das kais. Arsenal zu Wien in Dienst genommen ist, indem er eine Art Kanonen zu bohren erfand,“ so hat man ihn übel berichtet. Hr. v. Reichenbach hat allerdings der österreichischen Regierung seine Methode Kanonen zu bohren mitgetheilt, und in dieser Hinsicht sich einige Zeit über zu Wien aufgehalten, ist aber nicht in österreichische Dienste getreten, sondern befindet sich gegenwärtig wieder zu München.

Ueber Draht- und Kettenbrüken

haben die HHrn. Seguin in dem Mercure technologique, Decemb. S. 285, einen Aufsaz mitgetheilt, der zwar zu wenig Detail enthält, um hinlänglich lehrreich zu seyn, jedoch einen neuen und besseren Plan der Brüke zu Briggton, als man bisher in den Journalen fand: auf Tafel 149, 150 Fig. 2, liefert, wo Brükenbaumeister denselben nachsehen mögen.

Mittel, das Palladium von der Platinna und von dem Silber zu unterscheiden von Herrn le Baillif.

Herr Brèant theilte Herrn le Baillif ein Stükchen von der gehämmerten Palladium Platte mit, die er aus 6000 Pfund roher Platinna erhielt. Folgende Mittel scheinen Herrn le Baillif die einfachsten, um Palladium von Platinna und Silber zu unterscheiden.

Wenn man einen Tropfen hydrochlorsaueres Kupfer aus eine Silberplatte fallen läßt, so entsteht in 2 Minuten in der Kälte ein schwarzer Flek, der sich weder wegwaschen, noch wegreiben läßt. Palladium hingegen bleibt von hydrochlorsaurem Kupfer ganz unverändert.

Wenn man aber einen Tropfen Jod-Auflösung in Alkohol auf ein Blättchen Palladium fallen läßt, und dieselbe über einer Kerze abdampft, so wird der Tropfen sich verbreiten, und einen schwarzen Flek bilden. Auf Platinna läßt diese Jod-Auflösung nicht die mindeste Spur zurük. – (Aus dem Mercure technologique. Pag. 156. Im Auszuge.)

Antiker Bronze.

In den Annals of Philosophy, Januar 1824, findet sich S. 73 ein Auszug aus des sel. Dr. Clarke observations upon some celtic Remains discavered near Sawston in der Archäologia (published by the