Text-Bild-Ansicht Band 12

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Oberfläche von ungeheurer Ausdehnung, obschon sie scheinbar nur einen geringen Raum einnimmt, gebracht, und der ganzen Hize des Feuers ausgesezt werden kann.“

Bisher wurden diese Apparate als der unmittelbaren Wirkung des Feuers ausgesezt, betrachtet; der Patentträger schlägt aber vor, sie durch Dampf erhizen zu lassen, der entweder außen oder innen angebracht werden kann, oder auf beide Weisen zugleich, wie in Fig. 14, wo a einen Dampfkessel mit Sicherheits-Klappen vorstellt, der auf die gewöhnliche Weise mit Wasser gefüllt wird. Dieser Kessel ist oben mit drei Destillir-Apparaten nach obigem Grundsaze versehen. Der Boden derselben ist in gewissen Entfernungen seiner ganzen Länge nach durchbohrt, und in diesen Löchern ist eine Röhre eingepflanzt, die sich in kleinere Aeste zertheilt, deren Enden in die Flüssigkeit, die durch den Destillir-Apparat fließt, eingetaucht sind. Der Dampf steigt aus dem Kessel durch die Röhre bb auf, und kommt in die hohlen Gefäße cc, und von da durch die Röhren dd in die kleineren gekrümmten Röhren ee, an deren Enden er die Flüssigkeit auf ihrem Fortströmen durchzieht. Wenn man es vortheilhafter oder bequemer fände, den Wärmestoff von außen durch das Metall einwirken zu lassen, ohne daß der Dampf in die Flüssigkeit übergeht, so darf man nur die Enden der gekrümmten Röhren verschließen, und sie, mit einer geringen Neigung, in eine horizontale Lage bringen, so daß der verdichtete Dampf in den Kessel zurüktritt. Hier kann der Geist, der in einem Apparate aufsteigt, in den anderen übergehn, und dort weiter bearbeitet werden, „und so können Destillationen von jedem Grade und von verschiedenen Substanzen in einer und derselben Operation zu derselben Zeit und bei einem mäßigen Feuer durchgeführt werden, welches, nach diesem Grundsaze, auch für die größten bekannten Brennereien hinreicht.“