Text-Bild-Ansicht Band 9

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entfärbte mit B. Von eben dieser Knochen, schwärze calcinirte ich einen Theil etwas stärker, und entfärbte damit wieder einen Theil der Pröbe-Flüßigkeit, den ich ach der Entfärbung mit C bezeichnete. Dieselbe Kohle calcinirte ich noch stärker bis zur Kirschroth-Glühhize, in welcher ich sie eine Stunde lang erhielt, und zeichne die dadurch entfärbte Probe-Flüßigkeit mit D. Ich trieb das Glühen noch weiter, und hielt den Tiegel durch 2 Stunden der Rothglühhize ausgesezt: die Schwärze der Kohle, die bis dahin bei jeder neuen Calcination zunahm, schien jezt sich vermindert zu haben, und ich ward einige weiße Punkte gewahr, die in der Masse zerstreut lagen. Die mit dieser Kohle entfärbte Flüßigkeit nannte ich B. Ich nahm hierauf von der neugeglühten Kohle, die wir die entfärbte Flüßigkeit D gab. und theilte sie in mehrere Theile, welche ich auf folgende Weise behandelte. Ich wusch.

„1. einen Theil mit sieden dem destillirten Wasser wiederholt aus, so daß ich, dem Gewichte nach, 50 mal so viel Wasser brauchte, als das Gewicht der Kohle betrug. Nachdem ich ihn getroknet und leicht geglüht hatte, gab er mir in der Probe-Flüßigkeit die Entfärbung E. Ich nahm“

„2. statt destillirten Wassers sehr verdünnte Essigsäure, und wusch mit dieser, und endlich mit destillirten Wasser. Nach dem Troknen und Glühen erhielt ich in der Probes-Flüßigkeit die Entfärbung E'.“

„3. Ich wusch zuerst reichlich mit destillirtem Wasser dann mit Alkohol. Nach dem Troknen und Calciniren hielt ich in der Probe-Flüßigkeit die Entfärbung E''.“

„4. Setze ich einen Monat lang diese Schwärze auf einer flachen Porzellan-Schale der Luft an einem feuchten Orte aus. Ich wusch sie hierauf mit sehr viel Wasser troknete und glühte sie, und erhielt die Entfärbung E'''.“

„Es war leicht, wo man diese entfärbten Flüßigkeiten in Röhren von gleichem Durchmesser goß, die verschiedenen Grade der Entfärbung derselben zu bemessen.“

„Auffallend gefärbt war die Probe-Flüßigkeit A, und eben so deutlich waren alle Abstufungen der übrigen Flüßigkeiten folgender Ordnung:“

„B und B' waren beinahe gleich, aber viel weniger entfärbt, als alle übrigen.“

„C mehr entfärbt als die beiden vorhergehenden.“

„D mehr als alle drei vorhergehenden.“

„E, E', E'', E''' unter sich beinahe gleich, aber viel schöner, als alle vorhergehenden.“

Hr. Payen schloß hieraus, daß die Schwärze B zu