Text-Bild-Ansicht Band 9

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fordert,) betrachtet werden kann, den er als Folge chemischer Zertheilung ansieht, in dem mechanische Theilung dieß nicht zu leisten vermag.

In einer später eingesandten Note bemerkt Hr. Payen, daß, wenn man thierischer Kohle allen phosphorsauren Kalk mittelst Säuren entzieht, und den Kohlenstoff dadurch isolirt, sie nicht mehr in umgekehrtem Verhältnisse ihres verlornen Gewichtes auf den Färbestoff wirkt. 100 Gramme Knochen-Kohle höchst fein gepülvert, sorgfältig gewaschen und getroknet, gaben das Pulver Nr. 1. 40 Gramme von diesem Pulver Nr. 1 mit reichlich überschüßiger Hydrochlor-Säure behandelt, hinauf vollkommen rein gewaschen und getroknet, ließen genau 4 Gramme auf dem Filtrum, als Pulver Nr. 2, zurük. Hr. Payen nahm nun 2 Gramme von Nr. 1 und 2, und versuchte sie auf den Färbestoff des Rohzukers. Die Entfärbung von Nr. 1 = 1 gesezt, war jene von Nr. 2 = 3. 100 Theile einer Kohle, deren entfärbende Kraft = 2,5 ist, müßten demnach auf obige Weise mit Hydrochlor-Säure behandelt, auf 10. 50 zurük kommen, und ihre entfärbende Kraft betrüge dreimal so viel als jene derjenigen Kohle, die ihres phosphorsauren Kalkes nicht beraubt wurde, jedoch getheilt durch den Verlust am Gewichte; oder (3 × 2,5)/10 = 0,75. Wenn man daher mittelst einer Säure den phosphorsauren Kalk aus der thierischen Kohle entfärbt, würde man an entfärbender Kraft einen reinen Verlust im Verhältniße von 2,5 zu 0,75 oder von 10 zu 3 erleiden, d.h. 100. Kilogramme einer auf diese Weise behandelten Kohle wären kaum mehr so viel als 30 Kilogramme Knochen-Schwärze.

XXIX. Ueber die Benuzung des schwefelsauren Bleies in den Künsten. Von Hrn. P. Berthier, Markscheider.

Aus den Annales de Chimie. Juillet 1822. S. 275.

Man bereitet seit Jahren essigsaure Thonerde für die Indienne-Fabriken, in dem man Alaun und essigsaueres Blei miteinander verbindet. Aus dieser Verbindung entsteht zugleich