Text-Bild-Ansicht Band 9

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Wenn der tiefe Theil des Ausschnittes, c, sich zwischen dem Mittelpunkte der Unruhe und dem Sicherheits-Zapfen, b, befindet, wird der Sperr-Flügel, h, aus dem Ruhezahne des Hemm-Rades durch den Hebe-Flügel, i, gezogen, und der Triebzahn des Hemmrades erhält die Freiheit, auf den wirkenden Theil des Flügels, e, zu fallen, an welchem die Sperr-Platte befestigt ist. Beide werden durch die Kraft des Ras des zugleich vorwärts getrieben, und ehe der Triebzahn des Hemmrades den Flügel, o, verließ, ist der Sperr-Flügel, h, wieder an seiner Stelle, und durch die Sperr-Platte gesichert.

Diese Sperr-Methode ist bei einem Doppel-Rade, wie die Figur darstellt, anwendbar, und auch bei jener Art von Rädern, die gewöhnlich bei losen Hemmungen gebraucht werden; wenn aber die leztere Art von Rädern gebraucht wird, so kann die Sperre auch ohne die Platte, d, geschehen, da der Winkel, welcher den Sicherheits-Zapfen, b, schnellt, in diesem Falls durch den Einschnitt, c, an der Kante des Flügels, e, gebildet wird, gegen welchen das Rad bei seinem Treiben wirkt.

Die Unruhe ist an diesem Chronometer ohne Arme, Stellgewichte, Schrauben, Hervorstehung oder Vertiefung, so daß die atmosphärische Luft auf die Kreisbewegung keinen Einfluß haben kann. Die Unruhe hat die Form einer Kreiss-Plane, ist auf einer Seite flach, auf der anderen hohl, so daß sie nicht mehr Körper hat als durchaus nöthig ist, um den Ranft zu tragen.

Die Wirkung der Hize und Kälte wird bei diesem Chronometer durch eine Krumme compensirt, auf welche ein Compensator wirkt, dessen Bewegung auf einer Seite die wirksame Länge der Feder der Unruhe vergrößert, auf der anderen vermindert. Diese Krumme und der Compensator sind mit der Scheibe der Unruhe und dem Stell-Apparate auf folgende Weise verbunden.