Text-Bild-Ansicht Band 7

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jeden einzelnen Punkt, das Gewicht des Wagens mit eingerechnet, nie mehr als 9 bis 12 Zentner betragen konnte.

Von dieser dritten und lezten Epoche fiengen eigentlich die Eisenbahnen in jenem Lande erst an, allgemeiner und auch auf größere Entfernungen, zum Theil selbst als Surrogat für schiffbare Kanäle, angewendet zu werden, vor welchen sie den dreifachen Vorzug haben, daß ihre Anlage und Unterhaltung kaum den vierten Theil kostet, daß sie auch an solchen Stellen anwendbar sind, wo Kanäle wegen Wassermangel oder andern Lokal-Schwierigkeiten ganz unausführbar sind, und daß der Transport auf denselben weit schneller und bequemer ist. –

5. Man hat aber nunmehr in England zweierlei verschiedene Arten von Eisenbahnen: die eigentlichen Riegelwege oder Rail-roads, und die Platten-Schienen, Tram-roads oder plate rail-ways. Auf den Ersten, welche einige Zoll über dem Boden erhoben, oben ganz flach, nur an den Steinen etwas abgerundet, unten zur Verstärkung mit einem fortlaufenden, breiten, stehenden Rand oder Kamme versehen sind, laufen die Räder welche, nach der ursprünglichen Erfindung, an ihrem Umfange einen vorstehenden Rand oder Falz (Flanch) haben, à cheval. Die Schienen der zweiten Art hingegen, welche die neueste ist, halten die Räder, welche an ihrem Umfange ganz cylindrisch, wie die gewöhnlichen Wagenräder, geformt sind, durch einen angegossenen aufrechtstehenden Seitenrand im Geleise (en coulisse). Die erste Art ist in den nördlichen, die zweite fast ausschlüßig in den südlichen und westlichen Provinzen Englands eingeführt. Beide Constructionen haben ihre eigenen Vortheile und Nachtheile; doch zieht man jezt im Allgemeinen die Tram-roads vor, weil andere Fuhrwerke leichter quer über dieselben gehen können, weil die Wagen von denselben zur Noth auch über gewöhnliche