Text-Bild-Ansicht Band 7

Bild:
<< vorherige Seite

hölzernen Unterlagen oder Grundschwellen C von der Seite eingelassen wird3).

R – ein Wagenrad von Gußeisen, an seinem Umfange mit einer elliptischen Vertiefung und zweien vorspringenden Seitenrändern versehen, welche Vertiefung, wie das Profil Fig. 8. zeiget, genau an die Laufstange passet, auf welcher das Rad sohin à cheval sich fortwälzen muß.

Da auf diesen abgerundeten oder konvexen Eisenbahnen durchaus kein Sand oder Koth sich aufhalten kann, und ihre Anlage um vieles einfacher, leichter und wohlfeiler ist als jene der §. 5. beschriebenen Rail-roads, so rühmte man dieselben anfänglich als eine wichtige Verbesserung (Improvement). Bald zeigte indessen die Erfahrung, daß die hohlen Radschienen sehr schnell durchgeschliffen waren, indem sie sich immer tiefer einschnitten, daher die Räder öfter ausgewechselt werden mußten. Auch war die Reibung sehr bedeutend, welches leicht zu begreifen ist; denn da hier jeder Punkt am Umkreise einen andern Zirkel beschreibt, und mit einer verschiedenen Geschwindigkeit sich umdrehet (wie bei den konischen Wagenrädern), so muß nothwendigerweise, statt einem regelmäßigen Fortwälzen, eine schleifende und schleppende Bewegung erfolgen, wobei die Reibung und Abnüzung beträchtlich vermehrt wird4). Herr Wyatt selbst schlug daher im Jahre 1811 eine wesentliche Abänderung dieser Eisenbahn vor, welche darin bestand, daß die Schienen

3)

Späterhin hat man, der größern Dauer und Festigkeit wegen, die Grund- oder Verbindungs-Schwellen von Gußeisen aus einem Stüke verfertiget.

4)

Versuche, welche ich mit Rädern und Bahnen dieser Art angestellt habe, überzeugten mich, daß der Widerstand der Reibung fast zweimal größer als bei flachen Schienen und Rädern ist.