Text-Bild-Ansicht Band 7

Bild:
<< vorherige Seite

kostbaren Erdarbeiten, Brüken, oder andere künstliche Vorrichtungen nöthig sind, von welchen in der Folge die Rede seyn wird. Auch ist hiebei, wie gesagt, der Ankauf oder Werth des Grundes, welchen diese Eisenbahnen mit ihren Dämmen und Ziehpfaden einnehmen, nicht in Anschlag gebracht.

12. Was die Unterhaltungskosten der eisernen Bahnen betrift, so sind diese, da das Gußeisen sich sehr langsam abnuzet und vom Roste nicht merklich angegriffen wird, im Vergleiche mit gewöhnlichen Straßen äußerst unbedeutend, und beschranken sich hauptsächlich nur auf die Erhaltung des Dammes und die Auswechslung der von Zeit zu Zeit gebrochenen Schienen, welche leztere indessen, wenn die erste Vorrichtung auf eine solide Art hergestellt, und das Eisen von guter Qualität ist, und wenn keine zu schwer beladenen Wagen darüber geführt werden, nur selten vorkömmt. Ueberhaupt werden diese Kosten höchstens zu einem halben pro Cent des Anlagkapitals berechnet.

13. Da auf den bisher beschriebenen Eisenbahnen, wenn sie mit der erforderlichen Genauigkeit angelegt sind, und mit gehöriger Sorgfalt von allem Koth und Sande rein gehalten werden, der auf jeder gewöhnlichen Straße mehr oder minder beträchtliche Widerstand am Umfange der Räder außerordentlich vermindert wird, so nähern sie sich dem mathematischen Ideal einer vollkommenen, d.h. absolut harten, festen und glatten Straße, und es ist daher wohl zu begreifen, daß auf einer solchen ganz horizontalen, oder mit einem unmerklichen Abhange gelegten Eisenbahn die bedeutendsten Lasten mit einer verhältnißmäßig sehr geringen Kraftanstrengung fortgeschaft werden können. Die Größe dieser Wirkung, oder das Verhältniß zwischen der zur Bewegung nöthigen Kraft und der gezogenen Last ist nach der mehr oder minder vortheilhaften Construktion der Wagen, der Größe