Text-Bild-Ansicht Band 7

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8).

Die Eisenbahnen unterscheiden sich also auch darin wesentlich und sehr vortheilhaft von den gewöhnlichen Straßen, daß sie, statt, wie diese, durch Abnüzung und Regen schlechter zu werden, gerade hiedurch sich merklich verbessern.

14. Bei so vielen verschiedenen und veränderlichen Umständen, welche auf die Wirkung der Eisenbahnen Einfluß haben, ist es unmöglich, den Widerstand der auf denselben gezogenen Fuhrwerke, oder das Verhältniß der erforderlichen Zugkraft zur fortgebrachten Last allgemein genau zu bestimmen, und es ist daher kein Wunder, wenn dieses Verhältnis von verschiedenen Fuhrleuten, Werkmeistern und Ingenieurs in England, und nach diesen auch von verschiedenen Reisenden und Schriftstellern auf eine sehr voneinander abweichende Art angegeben wird, besonders da dort die meisten Eisenbahnen mit einem schwachen, gleichförmig vertheilten, Gefälle angelegt werden, dessen Neigungswinkel, nach den Umständen der Lokalität, bald Etwas größer, bald Etwas kleiner ausfällt; und so ist es begreiflich, daß man an einigen Orten 60 Zentner, an andern 80, wieder an andern 100, 120 und mehr Zentner Ladung auf ein Pferd von mittlerer Starke für den Zug abwärts rechnet, und daß alle diese Angaben (jede für ihre besondern Verhältnisse) auch richtig seyn können. Bei dem gewöhnlichsten Gefälle von 3/16 Zoll auf eine Yard, oder 3/4 Linien auf einen Fuß, oder 1 Fuß auf 192, zieht ein gutes Pferd, mit einer Anstrengung,

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vollkommenen Zustande, doch immer, sowohl an Härte als an Glätte, unendlich weit hinter Eis- und Eisenbahnen stehet. – Dieses einfache Raisonnement enthält und erklärt die ganze physische Theorie der Eisenbahnen, welche in Hinsicht auf Erleichterung des Transportes die fürtreflichsten und vollkommensten Chausseen ohngefähr eben so weit übertreffen, als diese leztern einen ganz ungemachten Weg über Bruchgründe, Sand- oder Sumpf-Land. –