Text-Bild-Ansicht Band 7

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wobei es im starken Schritte täglich 2 Schichten, jede von 4 Stunden, machen kann, auf einer gut unterhaltenen Eisenbahn abwärts, bei trokenem Wetter, höchstens 4 Tonnen oder 80 Zentner, bei Regenwetter 100 bis 110 Zentner; auf einer ganz horizontalen, gleich guten Bahn hingegen (wie z.B. auf der 16 Meilen langen Eisenbahn zwischen Wandsworth und Croydon in der Grafschaft Surrey bei London) nur 60 Zentner bei trokner, und 80 Zentner bei nasser Witterung, also ungefähr fünf bis siebenmal so viel als auf einer gewöhnlichen guten Landstraße9); doch werden hierbei die Thiere viel weniger angegriffen und können es langer aushalten, weil sie keine jener heftigen Stösse und Erschütterungen zu leiden haben, welchen sie auf ordinären Straßen beständig ausgesezt sind, und weil der Widerstand gleichförmig ist. Rechnet man das Gewicht der beiden Wagen, auf welchen jene Ladungen vertheilt sind, zu 20 Zentner, so ist im leztern (günstigsten) Falle die ganze von einem Pferde gezogene Last 100 Zentner, oder (da der englische Zentner 112 Pfund hält) 11200 Pfund. Wenn nun die unmittelbare vom Pferde ausgeübte Kraft 175 Pfund beträgt (was man unter obigen Umständen bei starken Fuhrpferden gewöhnlich annimmt) so ergiebt sich das Verhältniß der bewegenden Kraft zur ganzen bewegten Last, wie 1 zu 64.

15. Das sicherste und genaueste Maß dieses Verhältnisses giebt indessen diejenige Neigung der Bahn gegen den Horizont, bei welcher die beladenen Wagen von selbst hinab zu laufen anfangen, und wo folglich die Tendenz der Schwere dem gesammten Widerstande aller Reibungen gleich kömmt,

9)

Hiemit stimmt auch die Erfahrung an den seit einigen Jahren in Ober-Schlesien vorgerichteten, vollkommen wagrecht gelegten, Eisenbahnen überein, auf welchen ein Pferd auf einem ziemlich großen und schweren Wagen mit hohen Rädern 60 Zentner zieht.