Text-Bild-Ansicht Band 7

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und nöthig ist, doppelt für die hin und zurükgehenden Wagen vorgerichtet werden10), so giebt die Berechnung, unter denselben Voraussezungen, die Kosten der Anlage, wie folgt:

1) Da der Straßendamm nur 10 Fuß breit werden darf, auch die Gräben zu beiden Seiten
nicht so groß wie bei einer Chaussee zu seyn brauchen, so sind 6 Morgen Grund für
jede Stundenlänge hinreichend, folglich kostet der Ankauf des Grundes 6 × 250 =
1500 fl.
2) Die nöthigen Erdarbeiten 5000 fl.
3) Da der Damm nicht unmittelbar von Wagen befahren, nur von Pferden (und zwar weit
weniger als eine gewöhnliche Straße) betreten wird, so bedarf derselbe keiner
ordentlichen Chaussirung, und braucht nur als Trottoir oder Zieh-Pfad zugerichtet zu
werden, wofür man auf die Stunde rechnen kann
5000 fl.
10)

Wo der Verkehr weniger lebhaft ist, und, (auf kurzen Streken) die Einrichtung getroffen werden kann, daß dieselben Wagen sich nie begegnen, indem sie z.B. einen Tag hin, den andern zurük, oder Vormittags hin, Nachmittags zurük gehen, legt man die Eisenbahnen einfach, und ihre Anlage kostet alsdann nur ohngefähr die Hälfte, doch braucht man eine desto größere Anzahl von Wagen. Man kann aber auch eine einfache Bahn so einrichten, daß die sich begegnenden Wagen auf besondern kurzen Nebenbahnen, welche in bestimmten Entfernungen voneinander angebracht werden, und mit der Hauptbahn von der Seite in Verbindung stehen, sich ungehindert ausweichen können, wie in der Folge dieses Werkes gezeigt werden wird. Doch ist mit dieser Anordnung ein bedeutender Zeitverlust verbunden, weil ein Zug immer so lange warten muß, bis der andere an der selben Stelle angekommen und vorüber ist.