Text-Bild-Ansicht Band 7

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Wenn ein Pferd 60, also zwei Pferde 120 Zentner ziehen, so sind zu dem jährlichen Transporte von 600000 Zentner 5000 zweispännige Fuhren nöthig. Jede dieser Fuhren kann leicht in einem Tage gemacht werden, und, wenn man, mit Abzug der Sonn- und Feyertage, 300 Arbeitstage im Jahr annimmt, so müssen täglich 16 2/3, oder 17 solcher Fuhren den Weg zurüklegen, welche zu ihrer Bespannung 34 Pferde und 17 Knechte erfordern. Hier zu Lande kostet die Unterhaltung von ein Paar starken Zugpferden (bei Mittlern Haber- und Heupreisen) jährlich 550 fl., und die Löhnung eines Fuhrknechtes beträgt 360 fl. des Jahres. Folglich kommen die jährlichen Bespannungskosten auf

17 × 910 = 15470 fl.

und die ganze jährliche Auslage ist 60773 fl.

Wird diese Summe auf die jährlich verführten 600000 Zentner vertheilt, so ergiebt sich die Fracht für einen Zentner mit 6,077 Kreuzer, also um 6,501 Kreuzer (d.i. mehr als die Hälfte) wohlfeiler als auf einer gewöhnlichen Landstraße.

Aus dieser vergleichenden Berechnung geht also hervor, daß zwar die erste Auslage für den Bau einer doppelten (englischen) Eisenbahn mit Einschluß der Wagen, im angenommenen Falle, ohngefähr 2 1/4 Mal so viel als für eine Chaussee von gleicher Länge beträgt, die eigentlichen Frachtkosten aber dennoch um 53 pr. Cent geringer sind, indem die Summe der jährlichen Auslagen um die Hälfte weniger beträgt. In dem hier angenommenen Falle zeigt sich schon ein Unterschied von jährlich 76136 fi.; und da diese Ersparniß ganz allein von der so beträchtlichen Verminderung der Bespannungskosten herrührt, so muß der Vortheil zu Gunsten der Eisenbahnen desto bedeutender ausfallen, je größer