Text-Bild-Ansicht Band 7

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  • welche bei den Eisenbahnen nicht vorkommen, auf welchen, da der Widerstand der Reibung durch größere Geschwindigkeit der Bewegung nicht vermehrt wird, im stärksten Schritte und nöthigen Falls im Trabbe gefahren werden kann.
  • 2) Da die Eisenbahnen, wenn sie auch doppelt nebeneinander angelegt werden, nur einen schmalen Strich Landes erfordern, welcher in der Breite kaum den sechsten Theil derjenigen Fläche beträgt, den der kleinste Kanal mit seinen Ziehwegen, Dämmen und Böschungen ein nimmt, und da eine Eisenbahn zwischen zweien gegebenen Punkten meistens auch kürzer ausfällt als ein Kanal, welcher oft durch große Umwege geführt werden muß, so entziehen selbe dem Akerbau nur sehr wenig, und, wo solche auf einer schon gemachten Straße, oder auf den Fußsteigen an den Seiten derselben vorgerichtet werden können, gar Nichts von Feld- oder Wiesengründen.
  • 3) Die Eisenbahnen sind das ganze Jahr hindurch bei jeder Witterung zu befahren, da hingegen die Kanäle oft Monate lang eingefroren oder vertroknet sind. Bei sehr tiefem Schnee, welcher den Transport auf den Erstern eine kurze Zeit hindurch hemmen, jedoch bald wieder abgekehrt werden kann, sind auch die Kanäle mit ihren Ziehwegen völlig und auf längere Zeit unbrauchbar.
  • 4) Die Anlage der Eisenbahnen ist nicht so vielen Schwierigkeiten des Terrains unterworfen, und von unzähligen Hindernissen frey, welche den Bau eines schiffbaren Kanals oft außerordentlich erschweren, an manchen Orten ganz unmöglich, oder nur mit dem ungeheuersten Aufwande ausführbar machen. Anhöhen, welche bei einem Kanalbau mit den beträchtlichsten Kosten durchschnitten, oder mittelst unterirdischer gewölbter Gänge (Stolln) durchgegraben, oder mit langen Umwegen vermieden