Text-Bild-Ansicht Band 7

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sie dann sogleich ledig wieder zurükgeführt (welches in drei Minuten leicht geschehen kann) um das Unten zurükgelassene Paar Wagen zu holen, so brauchen sie zum Aufwärtsschaffen desselben wieder 4 Minuten 10 Sekunden, folglich im Ganzen 11 Minuten 20 Sekunden, oder, mit Einrechnung der zum Umspannen erforderlichen Zeit, höchstens 12 Minuten, um alle vier Wagen auf die Höhe von 8 Fuß, und 1000 Fuß weit zu bringen. Da hingegen brauchen die an der Barke gespannten Pferde, bei derselben Geschwindigkeit, zuerst 4 Minuten 10 Sekunden zum horizontalen Zuge auf der Kanalstreke von 1000 Fuß bis an die obere Schleuße; dann bedarf die Barke in der Schleuße 8 Minuten zu ihrem Steigen auf die bestimmte Höhe. Folglich geht auf die ganze Operation eine Zeit von 12 Minuten und 10 Sekunden mehr hin, als bei dem Land-Transporte auf der Eisenbahn.

23. Gesezt aber auch, daß die Schleußen beim Aufwärtsfahren wirklich einigen Vortheil oder einige Ersparniß an Zeit und an Zugkräften im Vergleiche gegen den Land-Transport auf den Eisenbahnen gewährten, so geht doch offenbar dieser Vortheil beim Abwärtsfahren in doppeltem Maße wieder verloren; und hier ist es eben, wo die Eisenbahnen vor den Kanälen einen ganz entschiedenen Vorzug behaupten. Denn eine Barke braucht zum Herabgehen durch eine Schleuße eben so viele Zeit als zum Steigen in derselben; ihre Fahrt auf dem Kanale von einer obern zur nächsten tiefern Schleuße geht um Nichts schneller als in der entgegen gesezten Richtung, und da der Zug immer horizontal ist, so werden auch die Pferde nicht im geringsten erleichtert, sondern müssen mit derselben Anstrengung arbeiten, wie beim Steigen. So wird also beim Abwärtsfahren weder an Zeit, noch an Kraftaufwand gegen das Aufwärtsfahren das Geringste gewonnen, und ein beträchtlicher