Text-Bild-Ansicht Band 7

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17). Es scheint vielmehr nur unbegreiflich, daß eine so nüzliche, schon so lange bekannte und erprobte Erfindung bis jezt auf unserm festen Lande noch gar nicht, und selbst in England nur an besondern Stellen und zu besondern Zweken (vorzüglich in der Nähe großer Steinkohlen-Bergwerke und Schmelzhütten) eingeführt ist, und daß man sich überhaupt noch immer mit dem schweren, kostbaren, beschwerlichen und langsamen Transporte auf unsern Kies- und Schuttstraßen fortschleppen mag, da uns ein so leichtes, einfaches und sicheres Mittel zu Gebote stehet, nicht nur die Kosten der Bespannung auf den siebenten oder achten Theil herab zu sezen, sondern noch überdies an der Unterhaltung der Landstraßen selbst, welche alsdann nur noch von dem leichten und schnellen Fuhrwerke benüzt werden dürften, unermeßliche Summen jährlich zu ersparen. –

Die Ursachen, aus welchen eine so unbegreifliche Vernachläßigung herrühren mag, liegen (außer der gewöhnlichen Trägheit des menschlichen Geistes und dem Widerstreben der großen Menge gegen alle wichtigen Neuerungen, vorzüglich in Gegenständen des gemeinsten alltäglichen Verkehrs) ohne Zweifel in folgenden, der englischen Erfindung selbst noch anklebenden Unvollkommenheiten.

17)

Vortheil angelegt und benüzt. So z.B. existirt neben dem Kanal, welcher von den großen Eisenwerken zu Merthyr Tydvil in Glamorganshire im südlichen Wales nach dem Seehafen Cardiff geführt ist, eine neue, 27 englische Meilen lange, Eisenbahn, auf welcher der Transport bereits lebhafter und wohlfeiler ist als auf dem Kanale. Auf diesem beträgt das Weggeld 5 Pence (17 3/4 Kreuzer) von einer Tonne für jede Meile, auf der Eisenbahn hingegen nur 1 1/2 Pence (4,125 Kreuzer). Dasselbe Verhältniß findet bei einer englische Meilen langen Straße in Monmouthshire statt, welche von Trudygar bis an den Seehafen Newport in paralleler Richtung mit dem dortigen Kanale angelegt ist.