Text-Bild-Ansicht Band 7

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  • Seitenreibung der Räder an den Schienen desto bedeutender.
  • 5) Ein anderes wesentliches Gebrechen dieser Eisenbahnen (der Tram-roads) bestehet darin, daß die Nägel, durch welche überall die Enden zweier Schienen zusammen auf den steinernen Unterlagen befestigt und verbunden werden, wenn selbe gleich anfänglich mit der Oberfläche dieser Schienen ganz eben (bündig) eingeschlagen und flach gehämmert sind, allmählig loker werden, und mit ihren Köpfen hervorragen, da dann die Wagenräder gegen dieselben stossen, und darüber holpern müssen, wodurch nicht nur ein neuer beträchtlicher Widerstand entsteht, sondern öfters auch Brüche an den Rädern und Schienen verursacht werden. –
  • 6) Da der wesentlichste Vorzug aller Eisenbahnen in der Verminderung der Reibung bestehet, so sind solche in ihrem bisherigen Zustande eigentlich nur auf ganz ebenen, oder auf einem unmerklich steigenden oder abhängigen Grunde, wo nämlich der Widerstand der Schwere ganz und gar nicht, oder nur in sehr geringem Maße entgegen wirkt, oder der bewegenden Kraft selbst zu Hülfe kömmt, mit großem Vortheile gegen gewöhnliche Straßen anwendbar. Bei beträchtlich steilen und zugleich langen Anhöhen hingegen verschwindet dieser Vorzug in dem Verhältnisse, als der Widerstand der Schwere jenen der Reibung übertrifft, und, obwohl der gesammte Widerstand zwar allemal kleiner ist als auf einer gewöhnlichen, unter demselben Neigungswinkel ansteigenden, Straße, so wird doch der Unterschied zwischen beiden Arten von Fuhrwerk desto geringer, je größer dieser Winkel ist, und daher muß beim Berganfahren auf einer Eisenbahn die Bespannung in einem viel größern Verhältnisse zu jener auf der Ebene vermehrt werden,