Text-Bild-Ansicht Band 7

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  • als auf einer gewöhnlichen gemachten Straße. So z.B. erfordert ein gewöhnliches Fuhrwerk, welches mit 72 Zentner beladen auf flachem Lande von sechs Pferden gezogen wird, wenn dasselbe über eine Anhöhe hinauf geschafft werden soll, deren Steigen 1 Fuß auf 12 Fuß Ausladung beträgt, noch eine Vorspann von 6 Pferden, deren jedes mit einer Kraft von 100 Pfund Berganziehen muß, und es ist also des Berges wegen eine doppelte Bespannung (von 12 Pferden) nöthig. Da nun die Schwere auf einer Eisenbahn eben so stark entgegen wirkt, so wird auf dieser ein mit 72 Zentner beladenes Fuhrwerk, welches auf horizontaler Ebene (wo nur die Reibung allein zu überwinden ist, von einem Pferde gezogen wird, denselben Berg hinan noch sechs andere Pferde brauchen, und die ganze Bespannung (welche zwar noch immer um fünf Pferde geringer als auf der Landstraße bleibt) sieben mal größer als auf der Ebene seyn. Auf dieser verhält sich die nöthige Bespannung im Vergleiche gegen das gewöhnliche Fuhrwerk wie 1 zu 6, Bergaufwärts hingegen wie 7 zu 12, oder wie 3 1/2 zu 6. – Aus dieser Ursache werden auch die Eisenbahnen in England bis jezt nur in ganz flachen, oder in solchen Gegenden ausgeführt, wo das Gefälle entweder schon von selbst mit einem gleichförmigen sanften Abhange so vertheilt ist, oder durch die Kunst, mittelst einiger Durchschnitt oder Erhöhungen, so vertheilt werden kann, daß das Aufwärtsfahren höchstens zweimal so viel Kraft als das Abwärtsfahren erfordert, oder (wo der Transport nur in einer Richtung von höhern zu einem liefern Punkte geht, und nur wenige oder keine Rükfracht statt findet) daß die beladenen Wagen abwärts ohngefähr denselben Widerstand verursachen, und keine größere Kraftanstrengung erfordern als das Zurükbringen