Text-Bild-Ansicht Band 3

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ist der Weichkasten (Quellbottich) und was sonst noch damit in Verbindung steht.

Ich werde demnach einen der vorzüglichsten Weichkästen, die ich in den hiesigen Bräuereien gesehen habe, näher beschreiben; es gehört dazu die Zeichnung Fig. A B und C Tab. XX. mit Grund-Aufriß und Durchschnitt.

Dieser Weichkasten hat, wie Fig. A im Grundriß zeigt, ein ablanges Viereck; er ist 13' im Licht lang, 7 dergl. breit, und 4' 11'' hoch. Der Boden besteht aus einem einzigen Stück, und eben so jede Seitenwandung. Die Seitenwände sind in den Ecken mit sich selbst, und mit dem Boden überfalzt. Wenn man diese Stücke mit gutem Kitt zusammenfügt, so wird der Boden vollkommen wasserdicht. Der Boden hat eine Dicke von 6 Zoll; die Seitenwände halten 4 1/2 Zoll. Solche Steinplatten erhält man von vorzüglicher Güte und hinlänglicher Größe aus Eichstätt. Auch die Steinbrüche bei Füssen liefern dergleichen Weichkästen nach Augsburg. Ich muß hiebei bemerken, daß die Steinplatten, wenn man sie nicht so groß bekommen kann, zusammengesezt, und mit eisernen Klammern verbunden werden können. Wird die Bodenplatte aus zwei oder drei Stücken gemacht, so darf der Kasten nicht auf einer blosen Unterlage stehen, sondern der ganze Boden muß untermauert werden. Warum aber ein solcher Kasten höher gestellt werden soll, wird sich in der Folge zeigen.

Der Weichkasten, von dem hier die Rede ist, hat das Eigenthümliche, daß er in einer gemauerten und gewölbten Nische steht. Dadurch wird er mehr gegen das Eindringen der Kälte geschüzt, als wenn er ganz frei stünde, ein Umstand, der in jeder gut eingerichteten Bräuerei beabsichtiget werden sollte. Die Fensteröffnung Lit. a wird mit einem doppelten Fenster versehen, welches hinlänglich gegen Kälte schüzt und dem Weichkasten das benöthigte Licht zuläßt. Jeder Weichkasten