Text-Bild-Ansicht Band 3

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sollte wie dieser, unmittelbar auf dem Malzboden oder der Keimtenne stehen, und mittelst einer Röhrenleitung nach Aufdrehung eines Hahnen Lit. b mit Wasser gefüllt werden können; denn es ist nöthig, der einzuquellenden Gerste öfters frisches Wasser zu geben. Auch muß die Weiche so hoch stehen, damit das Wasser wieder abgeleitet werden kann. Im vorliegenden Fall ist die Ableitungs-Röhre bei Lit. c angebracht. Dieser Weichkasten hat noch eine Vorrichtung, durch welche die gequollne Gerste leicht auf den Keimplaz gebracht wird. Bei Lit. d im Grundriß, so wie im Aufriß und Durchschnitt, ist in dem Boden des Kastens eine 6 Zoll im Quadrat haltende Oeffnung zu sehen. Diese Oeffnung kann man nach Willkühr schließen und öffnen mittelst des Zapfens Lit. e Fig. B und C , welcher bei Fig. D etwas größer abgebildet ist. Der Zapfen oder die Stange selbst ist von hartem Holz und hat oben bei f Fig. D einen eisernen Ring. Unten ist der viereckige, abwärts etwas zugespizte hölzerne Pfropf Lit. g befestigt, welcher mit einer eisernen, scharf gearbeiteten Umfassung versehen ist. Auch die Oeffnung durch die steinerne Bodenplatte hat ein eisernes Futter, in welches der Pfropf genau paßt. Der Stiel e geht durch den Pfropf g und hat unten eine eiserne Schraube, wodurch beide fest zusammengehalten werden. Wenn der Weichkasten leer ist, wird der Pfropf mit dem Stiel fest in die Oeffnung gedrückt, so daß der Pfropf kein Wasser durchläßt. Nun kann der Kasten mit Gerste und Wasser gefüllt werden. Ist die Gerste genug geweicht, so wird das Wasser durch die Röhre c abgeleitet. Soll der Zapfen gezogen werden, so steckt man durch den Ring f einen Hebel, der mit dem einen Ende eine Auflage auf der hintern Kastenwand hat, und mit diesem zieht man den Pfropf aus der Oeffnung der Bodenplatte. Hierauf rinnt die gequollne Gerste aus dem Kasten, dann auf der schiefen Fläche hi auf den Keimplaz, und von