Text-Bild-Ansicht Band 3

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sondern ist mit Mauern eingeschlossen und gewölbt. Den Dampf und Rauch abzuleiten, dient ein großer Schloth im Gewölbe mit einem Schieber. Um Zugluft zu erregen, muß eine solche Darre gegen die Aussenseite Fenster haben, welche willkührlich geöffnet werden können.

Bei Fig. G und H ist eine Darre abgebildet, welche sich hier in einem der größten Bräuhäuser befindet und sehr gute Dienste leistet. Sie steht in einer Kammer, hat bei Lit. a Fenster nach aussen, und gerade ober dem Darrofen einen Schloth zur Abziehung des Rauches und der Dämpfe. Die Länge des Darrofens beträgt 26 Fuß und die Breite 10. Vom Boden des Welkplazes ist sie 4 1/2 Fuß erhöht. Sie wird von unten durch den Feuerschlund Lit. b Fig. H geheizt, welcher die Hize bei Lit. c Lit. G in den Kanal, die Sau genannt, ausströmt, wodurch sie sich unter dem Boden der Darre verbreitet. In dem Durchschnitt Fig. H ist die Gestalt der sogenannten Sau zu sehen. Sie besteht aus dem Kanal Lit. d, welcher 1 Fuß hoch und 1' 10'' breit ist, und dessen Seitenwände entweder von aufgestellten Steinen gemauert, oder aus besondern vom Töpfer dazu geformten Kacheln zusammengesezt sind. Bei den Buchstaben ee etc. gehen 4 Zoll weite 1 Fuß hohe Oeffnungen, welche einen Fuß weit aus einander sind, durch die aus Backsteinen oder aus Kacheln bestehende Kanal-Wand. Den Kanal Lit. dd deckt, wie der Durchschnitt zeigt, ein spiziges Dach, welches aus Dachziegeln, oder auch aus Töpfer-Kacheln gebildet ist. Dieses Dach hat auf beiden Seiten, so wie die Seitenwände 4 Zoll breite, einen Fuß aus einander stehende Schlizen. Von dem Kanal c gehet die Hize in die Kanäle ff, deren Wände eben so durchlöchert, gemauert, oder aus Kacheln zusammengesezt sind. Die Oeffnungen der Kanalwände dürfen nicht einander gegenüber stehen, sondern müssen gegen einander abwechseln. Auf die Kanäle ff etc. wird wieder eine durchbrochene,