Text-Bild-Ansicht Band 3

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einen Fuß hohe Wand, drei Zoll dick, von Baksteinen aufgemauert, oder von Kacheln zusammengefügt, wodurch gleichsam zwei Stokwerke, nämlich f und g, entstehen. Von den äußersten Kanalwänden Lit. l wird über die drei Kanäle ein spiziges Dach lml gesezt, welches immer zwei Fuß von einander, 6 Zoll weite Oeffnungen in der Form gewöhnlicher Dachlucken hat. Dieses Dach besteht entweder aus Dachziegeln oder Kacheln, zu deren Befestigung eiserne Schienen wie Dachsparn aufgestellt werden. Damit aber der ganze Darrofen geschlossen werde, so führt man die halbschuhigen Mauern n. o. p. q., so hoch, als es nöthig ist, auf.

Um die äussern langen Umfassungs-Mauern des Darrofens Lit. xy zu verbinden und zu befestigen, und um den Rücken der Darre aufsezen zu können, werden die starken eisernen Schienen rs aufgelegt. Die ganze Länge des Darrofens beträgt 26 Fuß, und auf diese Länge sind 5 dergleichen Schienen nöthig. Auf die vier Umfassungs-Mauern nopq wird ein hölzernes, auf den Ecken übereinander geplattetes Geschäl gelegt, und an dieses werden auf beiden Seiten bei Lit. u, die 5 eisernen Schienen mit Schrauben und Nägeln befestigt. Nun richtet man die eisernen Schienen rt und st auf, und befestiget auf sie das durchlöcherte Eisenblech, welches die Darre bildet. Um zu verhindern, daß Malz auf den Boden oder über die Darre falle, biegt man das Eisenblech an den vier Seiten auf, und macht es an der Wange des hölzernen Geschäls fest, die Löcher, welche durch das Blech der Darre geschlagen werden, dürfen nicht so groß seyn, daß Körner durchfallen können. Auf diese Art ist die ganze Darre hergestellt.

Manche Darre hat keinen Rücken rts wie die vorliegende, sondern das Blech geht horizontal nach der Linie rs. Man hat aber bemerkt, daß dann die Hize in der Mitte übermäßig