Text-Bild-Ansicht Band 3

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Pfannen wurden schon sehr viele Versuche angestellt, wovon auch mehrere zur Anwendung kamen. Wenn das Einmauern der Bräupfannen zwar Holz erspart, aber eine längere Zeit nöthig hat, um zum Sieden zu kommen; oder wenn dadurch das Kupfer zu sehr leidet, und die Pfanne vor der Zeit zu Grunde geht, so ist jenes Einmauern unläugbar zu verwerfen. –

Bei Fig. I und K ist eine eingemauerte Pfanne eines großen Augsburger Bräuhauses vorgestellt. Lit. a ist das Aschenloch und Lit. b das Schierloch. Bei cc sieht man den Rost auf den das Holz gelegt wird. In den Ecken sind Pfeiler worauf die Pfanne ruht. Durch die Züge ef wird die Spielung des Feuers um die Pfanne hervorgebracht. Die ganze Pfanne steht im Feuer und erhizt sich bald. Sie wird von aussen in der Schiergrube, welche drei Fuß tief im Boden liegt, gefeuert.

Ueber der Pfanne ist ein Dampfschloth mit einem Mantel angebracht, welcher die Dünste abführt. Der Deckel zur Pfanne hängt an einer Flasche, und kann leicht weggenommen und wieder auf den Kessel gesezt werden.

Die Kühl soll vom Sudhaus entfernt seyn;24) da aber, wie ich schon früher bemerkte, die Bräuhäuser in den Städten rücksichtlich des Raumes sehr beschränkt sind, so trift man auch in Augsburg die Kühle mehrentheils im Sudhause selbst an. Der beschränkte Raum ist zugleich Ursache, daß

24)

In den großen Londner Bräuereien befinden sich die ungeheuern Kühlschiffe im obern Theil der Bräuhäuser, und auf diese wird das Bier aus den Gährkellern durch eigene Maschinen gehoben. Daß ein so erhöhter Plaz zum Abkühlen des Biers sehr vortheilhaft sey, ist außer allem Zweifel, und diese Art verdient nachgeahmt zu werden, wiewohl Deutschland nie eine so große Bräuerei haben wird, wie England.