Text-Bild-Ansicht Band 3

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erhält. Um alles bequem zu haben, so darf der Gährkeller nicht weit von der Kühl entfernt seyn. Läßt es die Beschaffenheit des Baugrundes zu, so kann dasselbe im Souterrain unmittelbar unter der Kühle seinen Plaz finden, wodurch man manche die Gährung fördernde Vortheile gewinnt. Nach erfolgter Gährung wird das Bier in die Fässer gefüllt, und das ganze Geschäft ist vollendet.

Aus dieser Beschreibung siehet man, wie der Gang der Sache beschaffen ist. Ich will nun noch kurz angeben, wie die einzelnen Theile eines Bräuhauses, rücksichtlich des Raumes, den sie einnehmen sollen, gegen einander zu bestimmen sind.

Je größer der Betrieb eines Bräuwerkes ist, desto größer müssen natürlich auch die Räume seyn, in welchen man die Geschäfte verrichtet, und es muß darnach der ganze Umfang des Gebäudes ausgemittelt werden. Mit dem Umfange desselben aber wächst dessen Wichtigkeit, und die Schwierigkeiten, welche dabei ein Baumeister zu heben hat, vermehren sich.

Bei der Bestimmung der Größe eines Bräuhauses hat man Rücksicht zu nehmen:

  • 1) auf die Quantität des Biers, welche consumirt wird, sowohl bei dem Schenk- als bei dem Lagerbier. Hieraus läßt sich bestimmen, wie oft während der Sudzeit gesotten werden muß und wie stark ein Sud seyn kann, und hiernach richtet sich die Größe der Pfanne, welche den Maasstab zu dem übrigen gibt.
  • 2) Auf den Umstand, ob braunes und weißes Bier gesotten werden darf und kann; damit man Pfanne, Maischkufe, Kühl u.s.w. darnach anordne und den Raum dafür bestimme.
    Wenn von der Bestimmung der Größe des ganzen