Text-Bild-Ansicht Band 3

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  • Hauses die Rede ist, muß der Baumeister auch berücksichtigen:
  • 3) ob mit der Bräuerei eine Brandweinbrennerei und Essigsiederei verbunden werden, und ob
  • 4) das Gebäude Wohnungen und wohl auch eine Schenke haben soll.

Sind alle diese Rücksichten gehörig beachtet, so werden die Größen der einzelnen Theile berechnet. Dazu können folgende auf Erfahrung und Versuche gegründete Ausmessungen und Verhältnisse als Norm angenommen werden. Um aber alle Größen in Zahlen ausdrücken zu können, will ich hier eine wirkliche Aufgabe zum Grunde legen, nach welcher ich ein Bräuhaus für braunes und weißes Sudwerk berechnet habe.

Das Sudhaus darf blos die Pfanne, den Maischbottich, den Grand und noch kleinere Gefäße fassen. Im vorliegenden Fall sind zur braunen und weißen Bräuerei 2 Pfannen und 2 Maischkufen mit den Gränden angenommen. Die große Pfanne soll 80, die andere 60 Eimer fassen. Außer diesen ist eine kleine Pfanne nöthig, um beständig warmes Wasser haben zu können. Durch die Ausmessung mehrerer Bräuhäuser habe ich gefunden, daß man den Raum, welchen die Pfanne, Maischbottich und Grand erfordern, zu einem Drittel der ganzen Fläche des Sudhauses annehmen dürfe. Es haben aber jene Stück folgende Maaße:

2 Pfannen à 144 = 288
Die kleine Pfanne 64
Zwei Maischbottiche und Grande 200
–––––
552 □ Fuß

Das ganze Sudhaus muß demnach 1656 □ Fuß halten.

Die Größe einer Pfanne wird nach gegebener Eimerzahl