Text-Bild-Ansicht Band 3

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seyn würde, so kann auch der Raum k Fig. N dazu benuzt werden. Der Keimplaz f ist hier 8 Fuß tief in der Erde, und hat daher so viel Wärme als nöthig ist. Die an zwei Seiten angebrachte Fenster können geschlossen und nöthigen Falls geöffnet werden. Die Welkböden liegen hoch, und haben ebenfalls von zwei Seiten Fenster, so daß die Luft über die ausgebreitete Gerste streichen und sie bald abtrocknen kann. Auf der obern Welk Lit. k steht die Darre, und die Gerste kann gleich vom Welkboden dahin gebracht werden.

Die Darre Lit. l wird unten in der Schürgrube bei Lit. m geheizt; die Hize zieht sich herauf und zirkulirt in den Kanälen. Der Boden ist von Eisenblech und durchlöchert, so daß der Rauch durch das Malz geht. Oben ist diese Darre mit einem Gewölb versehen und die Balken sind ausgewechselt. Da die Feuerkanäle, oder die Sau, auch auf einem feuerfesten Gewölb ruht, so hat man hier nicht die geringste Feuersgefahr zu befürchten. Bei Lit. n ist eine Oeffnung um die Kanäle von Ruß reinigen zu können. Durch das obere Gewölb geht, wie im Durchschnitt zu bemerken ist, ein Rauch- und Dampfschloth durch das Dach hinaus, und die Darre selbst hat drei Fenster gegen die Aussenseite, die geöffnet werden können, um den Dampf abzuleiten. Das aus der Darre kommende fertige Malz kann in Körben auf den Boden zur Aufbewahrung gezogen werden.

Wenn das Malz geschrothen werden soll, muß es mit Wasser befeuchtet werden, und dazu ist ein besonderer Plaz nöthig, den man die Einspreng nennt. Dieser Plaz ist wo möglich zur ebenen Erde zu wählen, damit man das eingesprengte Malz sogleich in Säcke füllen und zur Mühle bringen könne. Die Einspreng ist hier Fig. M bei o. Von dem Boden, worauf das Malz liegt, geht eine Rinne herunter, durch welche das Malz auf die Einspreng gelassen wird.

Das Sudhaus befindet sich Fig. M bei p. Es soll braunes