Text-Bild-Ansicht Band 3

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und weißes Bier gebraut werden, weshalb zwei große Pfannen angebracht sind. Die kleine dritte, dient, um beständig warmes Wasser haben zu können. Zu jeder Pfanne gehört ein Maischbottich und ein Grand. Die Kessel werden in der Schürgrube q gefeuert, und diese ist deswegen so geräumig, weil auch die Brandweinhäfen, welche auf der andern Seite liegen, von hier geheizt werden. An der Rückseite des Gebäudes liegt der Oekonomie-Hof, auf dem sich die Holzremisen befinden. Daher hat die Schürgrube eine große Thür in diesen Hof, und das Holz zum Heizen kann mit Schubkarren herbei gefahren werden. Auch das Sudhaus hat eine Thür auf diesen Hof so wie auf den Vorplaz b. Das Sudhaus besteht ganz für sich, es geht durch zwei Stockwerk und ist gewölbt. Die einander gegenüber liegenden Fenster führen die Dämpfe ab, und dann ist auch noch, wie aus dem Durchschnitt erhellet, über den Pfannen ein besonderer Dampfschloth26) angebracht. In den Gährkeller führt eine Treppe vom Sudhause. In die Kessel und Maischbottiche kann laufendes Wasser gebracht werden. In den Winterbier-Keller gelangt man mittelst der auf dem Vorplaz liegenden Treppe, und von diesem in einen andern Keller, welcher zum Schenkbier dient.

Das Pflaster des Sudhauses besteht aus harten steinernen Platten, und man soll demselben ein Gefäll nach aussen geben, um das Sudhaus ausschwemmen zu können.

Die Kühlen sind hier ganz vom Sudwesen abgesondert, damit dem Abkühlen keine Dämpfe nachtheilig werden können. Das Kühlhaus hat von drei Seiten Oeffnungen, welche mit Vorsezläden geschlossen werden können; es geht durch

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Dergleichen Dampfschlöthe werden von Brettern oder Dielen zusammengesezt; aber man muß sie wohl verwahren, daß kein Dampf auf die Malz- und Gerstenböden dringen kann.