Text-Bild-Ansicht Band 3

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zwei Stockwerke und ist gewölbt. Die Kühlen stehen etwas erhöht und sind im Plan Fig. M bei rrr angebracht.

Eine große Kühl und die kleine gehören zum braunen Sudwerk, die andere große zum weißen. Nach der Berechnung der großen Pfanne wurde dem Kühlschiffe so viel Ausdehnung gegeben, daß sich das Bier, ohne gerührt zu werden, abkühlt. Bei Lit. s ist ein Vorplaz zur Kühl, welcher gleiche Höhe mit ihr hat. Die Thür gegen das Sudhaus ist so eingerichtet, daß sie von selbst zufällt, damit keine Dämpfe eindringen können. Von diesem Vorplaz geht zu jeder Kühl eine Thür. Will man aber hier eine Rührmaschine anbringen, so kann es ohne große Weitläufigkeit geschehen. Den Raum unter der Kühl kann man benuzen, kleinere Fässer und andere Geräthschaften dahin zu stellen. Vom Kessel wird das Bier in Rinnen auf das Kühlschiff geleitet.

Unmittelbar unter der Kühl befindet sich der Gährkeller, und dieser liegt 7 Fuß tief in der Erde, weil er wie der Keimboden einen gewissen Grad Wärme bedarf. Die Decke desselben ist gewölbt und der Fußboden mit Schaalen belegt. Die Höhe dieses Kellers beträgt in der Mitte 11 Fuß, und dabei haben die Gährkufen noch hinlänglichen Raum ober sich. Die auf den drei Seiten befindlichen Oeffnungen, welche 4' breit und 2' hoch sind, können mit Fenstern und Läden verschlossen werden. Die Gährkammer ist so geräumig, daß 17 bis 18 Gährgeschirre Plaz darin haben. Von der Aussenseite ist eine Thür angebracht um das vergohrne Getränke in die Sommerkeller schaffen zu können. Die geräumige Böden, sowohl im Halbgeschoß, als auch unter dem Dache sind zur Aufbewahrung der Gerste, des Malzes und des Hopfens eingerichtet. Zur Aufbewahrung des Hopfens eignen sich besonders die sogenannten Hopfenpressen. Eine solche Presse ist ein hoher, aus Dielen zusammengefügter, Kasten. Er