Text-Bild-Ansicht Band 3

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selten ist, so muß die Verfertigung dieses Steines mit ziemlich viel Schwierigkeiten verbunden seyn. Um der Bestellung eines solchen Schmuckes aus meiner Fabrik zu genügen, bedurfte ich jener Steine; es war mir aber nicht möglich, auch nur eine Unze davon in Paris zu finden. Ich ließ mir nun solche Steine von Genf kommen, und zahlte für das Pfund 24 Franks; sie waren aber nicht schön, und wurden alle im Feuer fast ganz weiß.

Meine Zubereitungsart folgt hier:

Fluß (recht weißer Straß) 1 Unze 6 Quint » Grän.
Spiesglanz-Glas » 1/2 7
Gold-Purpur » » 1
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1 Unze 6 1/2 Quint 8 Grän.

Bei der Wahl des Spiesglanz-Glases muß man auf ganz durchsichtiges und hell-Orangegelbes sehen32). Mit Eisen allein kann man ziemlich schönen Topas erhalten. Für diesen Zweck macht man folgende Mischung:

Fluß 6 Unzen » Quint.
Eisen-Oxyd, genannt Eisen-Safran » 1/2

Vom Rubin.

Dies ist der seltenste und theuerste unter den künstlichen Steinen. Ich habe die Zusammensezung desselben nach der Angabe des Herrn von Fontanieu gesucht, aber die

32)

Die Veränderungen, die diese Composition nach den verschiedenen Graden der Temperatur im Feuer erleidet, verdienen die Aufmerksamkeit der Chemiker, das Spießglanzglas gehet vom Gelben ins Rothe, und vom Rothen ins Weiße über, und je nachdem man mit oder ohne Einwirkung der Luft operirt, gehet es wieder vom Weißen ins Rothe und Gelbe über. Es wäre wichtig die Theorie dieser Phänomene zu finden, noch kennet man sie nicht.