Text-Bild-Ansicht Band 3

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Menge Substanzen, die er dabei anwendet, macht den Erfolg ungewiß und erschwert die Darstellung in hohem Grade. Meine Versuche über den Topas haben mir ein vortreffliches Mittel verschafft, stets und nach Willkühr sehr schönen Rubin zu gewinnen. Oefters gab mir die Mischung, die ich zur Hervorbringung des Topases machte, eine dunkle nur am Rande durchscheinende Masse, und wenn man sie zwischen Auge und Licht brachte, zeigte sich in ihren dünnen Blättchen eine rothe Farbe. Ich glaubte nun die Dunkelheit dieser Masse komme daher, daß die Oxyde sich mit dem Fluß nicht gehörig verbunden hätten; und daß man durch eine zweite Schmelzung die Durchsichtigkeit erzielen könne, wenn man die Verhältnisse der Oxyde vermindere, oder was gleichviel ist, die des Flußes vermehre. Folgender Versuch hierin ist wir vollkommen gelungen. Ich habe einen Theil dunklen Topases genommen, solchen mit acht Theilen Fluß vermischt, und darauf in einem hessischen Schmelztiegel, der in einem Töpfer-Ofen dreißig Stunden blieb, geschmolzen. Als Resultat bekam ich einen schönen gelblichen Krystall, ähnlich dem Straß.

Diese nämliche Masse wurde von mir in wiederholten Versuchen mit dem Blas-Rohr geschmolzen, und gab den schönsten orientalischen Rubin. Mehr als zwanzigmal erhielt ich dasselbe Resultat.

Einen weniger schönen Rubin und von einer verschiedenen Farbe erzeugt man durch folgende Proportionen:

Fluß 5 Unzen » Quint.
Braunstein-Oxyd » 1
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5 Unzen 1 Quint.

Vom Smaragd.

Der Smaragd ist sehr leicht zu bereiten. Die eine Vorschrift des Herrn v. Fontanieu, welche eine einfache