Text-Bild-Ansicht Band 3

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Vom syrischen Granat.

Dieser Stein, welchen die Alten Karfunkel nannten, hat eine lebhafte Farbe, die im Handel Beifall findet. Er wird besonders zu kleinen Geschmeiden benuzt. Man hat ihn von mir öfters für die spanischen Colonien verlangt. Der künstliche Granat ist eine Art von dunklem Rubin, den man nach folgender Vorschrift bereitet:

Fluß » Unze 7 Quint 8 Grän.
Spiesglanz-Glas » 3 1/2 4
Purpur des Caßius » » 2
Mangan-Oxyd » » 2
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1 Unze 2 1/2 Quint 16 Grän.

Bei der Fabrikation der künstlichen Steine muß man viele Vorsicht anwenden, und eine Sorgfalt beobachten, die nur durch öftere Beschäftigung mit diesem Gegenstande erlernt werden kann. Ueberhaupt müssen die dazu gehörigen Stoffe gestoßen, und mit Aufmerksamkeit auf Porphir gerieben werden. Nur erst durch öfteres Absieben entstehen gute Vermischungen. Zum Sieben verschiedenartiger Compositionen darf man sich nicht ein und desselben Siebes bedienen; denn alle Bemühung, sie nach jeder Operation wieder zu reinigen, wäre vergebens. Um endlich wohl geschmolzene Massen zu erlangen, die gleichartig ohne Vertiefungen und ohne Bläßchen sind, muß man nur die reinsten Substanzen, mit äußerster Zartheit vermischt, wählen, sie in die besten Schmelztiegel bringen, bei nach und nach verstärktem, im höchsten Grade der Temperatur aber immer gleichem Feuer schmelzen, die Masse 24–30 Stunden lang im Feuer erhalten, und die Schmelztiegel nur sehr langsam erkalten lassen.

Bemerkungen über den vorhergegangenen Aufsaz von Hrn. Cadet de Gaßicourt.

Wenn gleich Herr Douault-Wieland eine Zusammensezung