Text-Bild-Ansicht Band 3

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von einem Straß, welcher den deutschen übertrifft, erfunden hat, auch vollkommen die natürlich farbigen Steine nachahmen kann, so darf man doch nicht glauben, daß die Kunst, Gläser mittelst Metall-Oxyde zu färben, ihre Vollendung erreicht habe. Es ist zu wünschen, daß ein geübter Chemiker sich mit der Theorie dieser Glasfärberei befasse. Seitdem die verglasbaren Erden und die Kalien für Metall-Oxyde anerkannt sind, und seitdem man das Potassium, Sodium, Silicium, und das Calcium etc. gefunden hat, muß man die Gläser als Legirungen (alliages) ansehen35). Es wäre daher nüzlich solche in reinem Zustande mit den andern Oxyden, die man der Verglasung unterwerfen will, zu verbinden. Uebrigens giebt es viele andere Substanzen, die in der Glaserei versucht werden könnten, wie z.B. Wismuth, Nickel, Wolfram, Molybdän, Platin, Tellurium, Uranium, Titanium, Colombium, Palladium, Rhodium, Iridium, Cerium, Barium und Strontium; verschiedene Salze, als die Flußsäuren, die auflöslichen phosphorsauren Salze, und die verglaste Phosphorsäure. Man hat schon mit einigem Erfolge den wolframsauren Kalk angewandt, um den Opal nachzuahmen, so wie chromsaures Kali für den künstlichen Chrysopras. Es ist daher zu hoffen, daß diese angenehme Kunst noch mehrere Fortschritte machen werde.

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Es versteht sich der Oxyde, aber nicht der Metalle. D.