Text-Bild-Ansicht Band 3

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XXX. Ueber Vergiftung durch bleierne Gefäße.

Nebst einem Zusaze.

Dr. Accum sagt in seiner Schrift über Fälschung der Lebens-Mittel etc. S. 359 u. f.: »Die Glasur der gewöhnlich rahmfarbigen irdenen Geschirre64), welche aus einer Composition von Bleioxyd bereitet wird, gibt der Einwirkung von Weinessig und von salzigen Zusammensezungen bald nach. Daher sind solche glasirte Krüge und Töpfe zur Aufbewahrung sogenannter Compots und Marmeladen oder ähnlicher eingemachten Sachen durchaus untauglich. Säure soll man nie in solchen glasirten irdenen Geschirren aufbewahren. Ganz ungeeignet ist die an einigen Orten bestehende Gewohnheit, Milch zum Gebrauche für die Milchkammer in bleiernen Geschirren zu halten65)

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verdächtig ist er auf jeden Fall. Sein Holz ist wunderschön, und liefert, unter dem Nahmen Rotheiben, gehörig geschnitten und polirt, feine Meubeln beinahe von der Schönheit des Mahagony. Der Uebersezer weiß, daß Engländer Rotheiben aus Kärnthen nach England zu feiner Tischlerarbeit kommen ließen. Vergl. Böhmer's Techn. Gesch. der Pflanzen. I. 218. II. 281. A. d. Uebers.

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Also auch der Töpfermarkt soll und muß ein Rubrum bilden im polizeilichen Visitations-Register! A. d. Uebers.

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Zum Aufbewahren der Milch eignet sich am besten das sogenannte Coblenzer Steingut-Geschirr, welches jezt in vielen Gegenden erzeugt wird, wo wir für unsere Gegend das in Luisensruhe bei Augsburg vom Baurath von Hößlin erzeugte