Text-Bild-Ansicht Band 3

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haben, weil er uns minder sterblich machte69). Noch eine Bleivergiftung, deren Accum nicht erwähnte, hat bei dem Rauch- und Schnupftobacke statt, der in Blei verkauft oder aufbewahrt wird. Alle Toback-Beizen sind oder werden säuerlich und lößen folglich das Blei auf, wie jeder sich an seinen Bleibüchsen, die bald weiß bald schwarz von dem darin aufbewahrten Toback werden, überzeugen kann70). Wenn man nun den Toback raucht oder schnupft, so kommt er, in sofern er als Rauchtoback mit Blei vergiftet ist, als Bleidampf in der gefährlichen Form des Bleigiftes auf die Nerven, als Schnupftoback in die Nasenhöhle und in den Schlund. Da Hr. Accum in seinem Werke nirgendwo über Tobackverfälschungen ein Wörtchen sprach, so wollen wir hier nur bemerken, daß der Toback nicht bloß mit noch stärkeren Pflanzengiften als er selbst ist, (z.B. sogar nach dem Rathe des Hrn. Schrank mit Hyosciamus) sondern auch als Rauchtoback mit Opium, Schwefel, Salpeter etc. und als Schnupftoback mit dem äzenden Euphorbium, den giftigen Tonca-Bohnen, ja sogar mit Sublimat vergiftet wird. Toback-Fabriken verdienen hohe Aufmerksamkeit von Seite der medizinischen und – sit venia verbo – polizeilichen Polizei.

69)

Schönes und ungemein wohlfeiles emaillirtes Gußeisengeschirr, wird seit kurzem in Bodenwähr (bei Regensburg) fabricirt, und wie wir hören bereits in großer Menge verkauft. Mehrern damit angestellten Versuchen zufolge ist es für den häuslichen so wie für den Fabrikengebrauch sehr empfehlungswerth. D.

70)

In einigen Tobacksfabriken verpackt man seit einiger Zeit den Schnupftoback in verzinnten Bleibüchsen. Die Darstellung des hierzu geeigneten verzinnten Blei ist aber bis jezt noch von keiner solchen Vollkommenheit, auch noch nicht so allgemein, als daß die angeführte Warnung überflüssig wäre. D.