Text-Bild-Ansicht Band 3

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C einem Glasballon.

D einem irdenen oder steinernen Hafen.

E einer Glasröhre. f einer doppelschenklichen Glasröhre. g einem Retortenhals und h einem gläsernen Trichter.

Bei einem großen Bedarf von oxydirt-salzsaurem Kalk muß man den Apparat vervielfältigen. In einen solchen Glas-Ballon bringt man eine Mischung von

32 Pfund Kochsalz und

14 Pfund vom besten und aufs feinste gestoßenen Braunstein (Mangan). Es ist gut, wenn diese Mengung noch besonders zusammengestoßen wird, um die möglichste Menge von oxydirter Salzsäure (Chlorin) daraus zu entbinden.

Der mit dieser Mischung gefüllte Ballon C. Tab. XVII. wird in dem Kessel B auf etwas trocknen Flußsand gestellt, worauf auch die Seitenwände mit solchem trocknen Sand umschüttet werden. Man sticht nun mit einem Stock eine Oeffnung durch die Mischung bis auf den Boden des Glasballon C, und steckt hierauf eine ungefähr drei Schuh lange und einen halben Zoll weite Glasröhre e bis auf dessen Boden. Mit dem Hals dieses Ballon verbindet man eine doppelt schenkliche Glasröhre f, welche in den Retortenhals g des mit Kalkmehl gefüllten Gefäßes D geht. Der Hals des Ballons sowie der des aus dem Kalkgefäß D hervorragenden Retortenhalses g wird nun mit Kitt126) umlegt,

126)

Einen hiezu vorzüglich geeigneten und gut bindenden Kitt bereitet man sich aus Kalkmehl mit Bleioxyd gekochtem Leinöl (sogenanntes Trockenöl oder Leinölfirniß) und etwas zerschnittenem Werg oder Kälberhaare, welches man zu einer dicken Masse zusammen knetet und dann mit einem schweren Hammer zu einer zähen Masse schlägt. Je älter diese angegebene Kitte wird, und je fleißiger sie geschlagen wird, desto bindender ist sie. Auch kann der schon gebrauchte trockne Kitt durch Klopfen und Vermengen mit ungebrauchtem wieder benuzt werden.