Text-Bild-Ansicht Band 3

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3.) wird etwas über zwei Drittheile mit Kalkmilch (eine Mengung von einem Theil Kalk und neun Theilen Wasser) angefüllt, und die Operation nun eben so wie zur flüssigen Chlorine geleitet. Da der in der Flüssigkeit befindliche Kalk nicht ganz neutralisirt wird, so leitet man das Gas von noch einer Operation hinzu. Besser ist es, wenn man aus zwei Gasentwiklungsvorrichtungen, wo von beiden Entwiklungsballons die gläserne Doppelschenkelröhren in die weitere Oeffnung l des Bleirohrs zusammen kommen. Den flüssigen, oxydirt salzsauren Kalk läßt man durch einen Hahnen zum Gebrauche ab.

Ein anderes Verfahren ist, wenn man mit dem Entwiklungsballon statt der Mittelflasche Fig. 2. einen weithalsigen Ballon mit einer Doppelschenkelröhre, dessen längere Röhre, welche bis auf den Boden des Ballon reicht, verbindet. Wenn in den Entwiklungsballon die Eingußröhre und die Doppelschenkelröhre gut eingekittet und mit Blase und Bindfaden luftdicht verbunden sind, dann füllt man den Vorlagballon bis zur Hälfte mit Kalkmilch, und gießt dann einen Theil der verdünnten Schwefelsäure durch die Röhre h in den Gasentwiklungsballon. So wie sich lebhaft Gas entwikelt, dann füllt man den bereits halbgefüllten Vorlagballon beinahe ganz voll mit Kalkmilch. Mit diesem Ballon bringt man nach einiger Zeit einen zweiten Vorlagballon mit einem Doppelschenkelrohr in Verbindung. Zwischen die beiden Röhren h und k wird wie bei Fig. 2. eine Zwischenröhre i, welche auf den Boden des Ballon ragt, gesteckt, die Oeffnung des Ballons zwischen den Glasröhren mit Kitt sorgfältig ausgefüllt, und durch Umwiklung naßgemachter Blase mit Bindfaden luftdicht verbunden. Der zweite Vorlagballon wird nun auch mit Kalkmilch gefüllt, und mit diesem ein mit Kalkmehl gefüllter Topf, durch eine Doppelschenkelröhre in Verbindung gesezt, wie dieses bei der Bereitungsart