Text-Bild-Ansicht Band 3

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ist. Diese Methode, Bienenstöcke zu vereinigen, ist die Erfindung des hochw. Rich. Paxton, Pfarrers zu Tundergarth, und seine dreisigjährige im Großen gemachte Erfahrung muß seiner Erfindung großes Gewicht ertheilen.

Hrn. Paxton's Methode, die Bienenstöcke zu vereinigen, ist Folgende: man nimmt einen leeren Stock, und stürzt ihn über denjenigen, aus welchem man die Bienen, entweder um ihren Honig zu nehmen, oder um sie mit einem anderen Stocke zu vereinigen, austreiben will. Zwischen die beiden so vereinigten Stöcke wird ein kleines Stück Holzes so gelegt, daß beide an einer Seite ungefähr ein Zoll weit von einander abstehen. Der Grund, warum dieses Holz durch die Oeffnungen und zwischen die beiden Stöcke geschoben wird, ist, die Bienen zu hindern, daß sie, nachdem sie an der einen Seite in die Höhe getrieben wurden, nicht, wie sie es sonst thun würden, an der andern Seite des Stockes, aus welchem sie vertrieben wurden, herabsteigen. Nachdem die Stöcke in die so eben beschriebene Lage gebracht wurden, schlägt der Bienenwirth solang an den unteren Stock (jedoch nicht zu stark, damit die Waben nicht verlezt werden) bis die durch den Lärmen erschreckten Bienen ihre Zuflucht in dem oberen Stocke nehmen. Man macht eine hinlängliche Menge Dünn-Bier (small-beer) milchwarm, und sezt demselben soviel Zucker-Syrup (soft sugar) zu, bis dieser einen dünnen Brei damit bildet. Ein Büschel Federn oder ein Bürstenpinsel muß gleichfalls in Bereitschaft seyn. Der Bienenwirth hebt nun den Stock, welcher die ausgetriebenen Bienen enthält, sachte in die Höhe, und sein Gehülfe thut dasselbe mit dem Stocke, mit welchem diese vereinigt werden sollen. Der Stock, welcher die neue Colonie aufnehmen soll, wird umgestürzt, so daß er mit seiner Oeffnung aufwärts sieht, und ein in Bereitschaft stehender Gehülfe besprengt so schnell als möglich die Bienen, so wie sie sich zeigen, mit