Text-Bild-Ansicht Band 3

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der bemeldeten Flüssigkeit. Wenn er glaubt, daß alle hinlänglich befeuchtet sind, hört er auf. Nachdem dieselbe Operation auch mit dem anderen Stocke vorgenommen wurde, d.i., mit dem Stocke, welcher von seinem eigenen Werke vertrieben worden ist, werden die Bienen so schnell als möglich in den Stock geleert, der zur Aufnahme der neuen Colonie bestimmt ist, und mit einem Büschel Federn in die Zwischenräume zwischen den Waben gekehrt. Man stürzt den Stock augenbliklich um, und stellt ihn auf die Bienenstelle.

Diese Verrichtung geschieht am besten des Abends. Wenige Stunden nach der Vereinigung werden alle Bienen ruhig seyn. Am folgenden Tage wird man vielleicht einige Scharmüzel sehen, die davon herrühren, daß eine oder die andere Biene nichts von der ausgesprengten Flüssigkeit erhielt: nur wenige werden aber ihr Leben einbüssen. Ich glaube, daß ich dieses Jahr kaum 60 Bienen durch diese Vorrichtung verlor. Vier Quart Dünn-Vier und 1 1/2 Pf. gemeinen Syrupes reichen zu, um zwei Stöcke von gewöhnlicher Größe zu vereinigen.

Bei dieser Vereinigungs-Methode von Bienenstöcken läuft man weder Gefahr, die Bienen zu ersäufen, wie bei Hrn. Huish's Verfahren zu besorgen steht, noch blutige und verderbliche bürgerliche Kriege unter denselben zu erregen, was die gewöhnliche allgemeine Folge von Bonnar's Methode ist.

Die Erklärung der Grundsäze, auf welchen diese Methode beruht, ist den Naturforschern überlassen. Es scheint, daß die Bienen in ihrem Urtheile vorzüglich durch den Geruch geleitet werden, und daß alle, die gleichförmig nach Dünn-Bier und Syrup riechen, dadurch verleitet werden, sich als Freunde und Gefährten zu betrachten.