Text-Bild-Ansicht Band 3

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eine berauschende Kraft zu geben; im höchsten Schwunge. Obschon der Einfuhrs-Zoll auf cocculus indicus bedeutend erhöht wurde, wurde doch während des Krieges binnen fünf Jahren mehr von diesem Gifte eingeführt, als ehevor nicht in 12 Jahren auf unsere Insel gebracht wurde, und der Preis dieses Artikels stieg von 2 Schilling auf 7 Schilling für das Pfund. Das Extract von cocculus indicus erschien nun förmlich auf dem Preiß-Courant der Bräuer-Drogisten; und Hr. Jackson, berüchtigten Andenkens, verfiel auf die unselige Idee, aus verschiedenen Materialien, ohne Hopfen und ohne Malz Bier zu bräuen142). Dieser Chemiker ward zwar nicht selbst Bräuer; er ergriff aber die einträglichere Kunst, und lehrte seine sauberen Vortheile den Bräuern für gutes Geld. Von dieser Zeit stammt die Bruderschaft der Bräuer-Chemisten, welche ihre Musterreiter durchs Land schikten, um Listen und Proben ihrer Composition mit Bestimmung des Preißes und der Qualität den Bräuern anzubiethen. Eine Parliaments-Acte aus Georg III. Zeiten untersagt den Chemikern, Gewürzkrämern und Drogisten das Abreichen schädlicher Materialwaaren an Bräuer bei schwerer Strafe; – dessen ungeachtet enthält ein Auszug aus den öffentlichen Acten vom J. 1812 bis 1819 im Ganzen 19 Nahmen solcher Uebertreter. Strafen von 20 bis 500 Pfund wurden denselben aufgelegt.

Porter wurde in der früheren Zeit nur aus Darr-Malz (brown malt) gebräuet; daher der eigenthümliche Geschmack und die Farbe desselben. Seit einigen Jahren

142)

Wenn diese, Manchem lieb gewordene, Kunst noch mehr in Aufschwung kommen sollte, wofür jedoch die Polizei Jeden bewahren möge, dann würde es nothwendig werden, die Kunstbräuer und die Bräuer, welche wirklich Hopfen und Malz verbräuen, in der Klassification von einander zu unterscheiden. A. d. Uebs.