Text-Bild-Ansicht Band 3

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Die Stärke verschiedener Biere hängt, wie bei dem Weine, von der Menge Geistes ab, der in einer gegebenen Masse der Flüssigkeit enthalten ist. Im Durchschnitte ist das Verhältniß der Menge Alkohols in dem bei den Wirthen vorkommenden Porter 4,50 v. Ct.; die festen Bestandtheile betragen 21–23 Pfund in 36 Gallonen. Accum hat auch bei vorzüglichen Bräuern 7,25 v. Ct. Alkohol von 0,873 spezifischer Schwere) gefunden; auch stieg die specifische Schwere von starkem braunen Bier (stout) auf 1,022, und von Porter auf 1,018. Mischung des starken Bieres, Aehls, mit Tafelbier, Wasser etc. wird mit 50 Pfund Strafe geahndet.

Eine Liste der wegen Mischung des Tischbieres mit starkem Biere vom J. 1815 bis 1818 bestraften Wirthe führt 20 dieser Legitimitäts-Verächter auf; die Straf-Beträge stiegen von 5 bis 400 Pfund145).

Unter die illegalen Substanzen gehören Quassia als Surrogat für Hopfen, wenn gleich ohne dessen aromatischen Geschmacke; eben so Wermuth. Bier mit Quassia kann nur bei niedriger Temperatur lang erhalten werden. Die Wirthe gebrauchen ferner noch eine Mischung von schwefelsaurem Eisen, Alaun und Salz, um Schäumen hervorzubringen146)

145)

Eine solche Bestrafung ist in Deutschland nicht immer denkbar, zumahl seit die Stadt-Polizei wieder den Hrn. Vettern und Herrn Schwägern überlassen ist, die die Frau Basen und Frau Schwägerinnen mehr fürchten, als die Schande des gerechten Unwillens des gesammten Publikums über ihre elende Aufsicht auf Güte und Preise der Lebensmittel. Anm. e. Lesers a. d. Isar, nicht am Lech. (Und oft aber auch wehe! dem Bräuer, vorzüglich in kleinen Städten, der keine solche Frau Basen hat. B. a. d. D. – D.)

146)

In Deutschland kennt man selbst ekelndere Sprizen etc., mittelst welchen dem Trinker schnell seine Portion zukommt, theils um mittelst dieser herrlichen Erscheinung die Superiorität